2012-05-27 Bericht: Pfingstlehrgang mit Sensei Naka in Berlin

Der 7. Karate-Pfingstlehrgang mit Sensei Tatsuya Naka 7. Dan JKA und Sensei Risto Kiiskilä 6. Dan DJKB war sehr gut besucht. Ralph, Sven, Dat, Christian, Nicole, Niklas und Lisa sind am Samstag nach Berlin gefahren um ein paar Erfahrungen zu sammeln. Die Eindrücke waren sehr unterschiedlich. So war es sehr interessant die unterschiedlichen Lehrmethoden von Sensei Naka und Kiiskilä kennenzulernen. Wir haben die Unterschiede zwischen "statisch-japanischen Karate" und "dynamisch-europäischen Karate"  kennengelernt was sehr gewöhnungsbedürftig war. Nach einigen Gesprächen war man sich irgendwie einig, dass sich das japanische Karate besser anfühlt. Am Sonntag ist Maria und Marco nach Berlin gefahren während die anderen wieder abgereist waren. Marco war hoch motiviert nachdem er eine SMS von Ralph erhielt. Das Training war "bemerkenswert" schrieb Ralph und Marco war voller positiver Dinge die da auf uns zukommen würden. Der Trainingseifer von Marco war vor dem Training ziemlich unbefriedigt. Zunächst leitete Sensei Naka das Beginner-Training. Vermittelt wurde der richtige Hüfteinsatz mit Oi-Zuki, Nidan-Ren-Zuki, Sanbon-Ren-Zuki, Age-Uke, Soto-Uke, Gedan-Barai und diversen Kombinationen der einzenen Techniken in Kihon, Kata und Kumite. Nach dieser Trainingseinheit war Marco halb tot weil er sich durch seine Übermotivation ziemlich kaputt gespielt hatte. Aber man lebt nur einmal. Das anschließende Fortgeschrittenentraining wurde wieder von Sensei Naka geleitet. Marco fragte sich wie er dies durchhalten sollte. Na toll, als Thema stand dann auch noch Kumite auf dem Programm. Der Körper sollte beim Angreifen/Verteidigen aus dem Gleichgewicht gebracht werden um einen Vorteil an Geschwindigkeit und Kraft zu erreichen. Mittels Körperverschiebung sollte das erreicht werden und der Körperschwerpunkt sollte dabei nicht "im Gleichgewicht ruhen", sondern vielmehr aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Nach einer kurzen Duschpause und einer Kiba-Dachi-Wurst später war es dann schon wieder soweit für das nächste Training. Sensei Kiiskilä leitete das Training am Nachmittag und Ralph, der eigentlich laut Info von Marco damit rechnete, dass Naka Training macht fuhr wieder nach Hause weil da noch ein wichtiger Termin anstand. Marco war überrascht und verwundert, dass sich Ralph, der soeben eingetroffen war wieder verabschiedete. Im ersten Nachmittagstraining hat er dann doch nicht so viel Spaß wie am Morgen gehabt. Die Pausen und Erklärungen waren sehr langatmig. Marco war zwar froh sich wieder in Kumite bewegen zu dürfen, aber der Spaß blieb auf der Stelle als ein Schwarzgurt ständig ohne Kontrolle mit Gyaku-Zuki auf seinen Bauch rumhämmerte. Das 2. Nachmittagstraining wurde auch wieder von Sensei Kiiskilä geleitet und diverse Freikampfübungen waren dabei sehr gewöhnungsbedürftig. Es wurde davon gesprochen, dass das vordere Bein "benutzt" und belastet werden soll. Desweiteren war Sensei Kiiskilä wichtig die Schulter und den gesammten Körper aktiv einzusetzen wodruch der hintere Fuß und die hintere Verse durchaus angehoben werden darf. Marco wunderte sich wie das mit der Kraft funktionieren soll wenn ständig der hintere Fuß hochkommt. Die Techniken waren zwar schnell aber kraftlos. Der Montagmorgen begann nach einer kurzen Nacht in der Turnhalle mit einem super Frühstück. 10 Uhr bekann das Training und wurde zunächst von Sensei Kiiskilä geleitet. Es wurden alle Heian-Kata geübt und wieder war ein Programmpunkt in Kihon und Kumite "der Gebrauch und das Benutzen/Belasten des vorderen Standbeines". Sensei Naka hat die darauffolgende Fortgeschritteneneinheit mit Katatraining Heiansandan, Jion, Tekkishodan, Sochin fortgesetzt. Er hat dabei sehr viel Wert auf Körperverschiebung gelegt. Es sollten also keine Schritte gemacht werden, sondern der Körperschwerpunkt sollte nach vorn oder zur Seite aus einer tiefen Startposition in eine tiefe Endposition verschoben werden ohne mit den Füßen kreisförmige Drehbewegungen zu machen.

1 Kommentar zu „2012-05-27 Bericht: Pfingstlehrgang mit Sensei Naka in Berlin“

  • ck:

    Eine sehr kreative Ausdrucksweise, die da im Bericht benutzt wird. Ich fand persönlich auch das (statische) Karate, welches durch Sensei Naka vermittelt wurde, angenehmer und dynamischer als die moderne Version von Sensei Kiiskilä.

    Ich denke, es liegt an der Stelle an der Phantasie des Interpretierenden, wie dynamisch oder angepasst Techniken sind – bisher konnte ich mich nicht über zu wenig dynamisches Grundschulkarate beschweren – weder bei Gohon-Kumite noch bei Freikampf – wenn der Gegner entsprechend angreift.

    Vielleicht brauchen wir im Karate keine Revolution um dynamischer zu werden, sondern nur ein offenes Auge für die Möglichkeiten, die uns die bestehenden Wege bereits bieten.

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