Seiza und Meditation

Seiza: Niemand sitzt mit seinem Hintern beim Seiza auf den Fersen oder drückt mit seinem Gewicht auf die Füße. Wichtig ist, dass eine gewisse Grundspannung im Oberschenkel vorhanden ist. Die "Hauptlast" beim Sitzen in Seiza tragen die Oberschenkel. Nicht wie in unseren Breiten üblich der Hintern. Daher ist das "Absetzen" des Hintersten auf den Fersen auch nicht ganz korrekt - auch wenn es so ähnlich aussieht. Zen-Meister: Diese sitzen fast nie im Seiza (habe ich jedenfalls noch nicht so gesehen). Meist nehmen schlagen Sie die beiden Unterschenkel über, wenn sie meditieren. Dies ist für die meisten Europäer aufgrund mangelnder Beweglichkeit bedingt durch unsere Angewohnheit auf Stühlen zu sitzen fast völlig unmöglich. Übrigens können dies auch nicht alle Asiaten... Asiaten: Im Seiza sitzt man in Japan nur bei ganz offiziellen, traditionellen Anlässen. Z.B. bei Beerdigungs-Zeremonien, im Tempel, beim Totengedenken vor dem Hausaltar. Ich kann aus eigenem Erleben bestätigen, dass das Sitzen im Seiza auch den Japanern nicht leicht fällt und Beschwerden hervorruft. Nach einer Weile werden die Beine taub und schlafen ein. Wie das der Priester bei seinen monotonen Riten dann schafft, trotzdem so als wäre nichts gewesen aufzustehen, ist mir ein Rätsel. Ansonsten sitzen nur Frauen im Seiza, da der Schneidersitz als unziemlich angesehen wird. Trotzdem wandelt man das Sitzen meist ab, indem die Beine dann bei inoffiziellen Anlässen / Familienfeiern etc. meist seitlich neben dem Körper abgelegt werden, man also sozusagen den Hintern neben den Beinen auf den Boden absetzt. Das ist etwas entspannter - aber eben nicht bei offiziellen Anlässen / im Dojo möglich. Dehnen: Mit Dehnen kann man seine Beweglichkeit ein wenig verbessern. Allerdings sollte man eines wissen: Wenn nichts getan wird, nimmt die Beweglichkeit bereits ab dem 12. Lebensjahr kontinuierlich ab. Man kann seine Beweglichkeit zwar wieder in einem gewissen Rahmen steigern, aber man wird niemals die volle Beweglichkeit wieder erlangen, die man einmal als Kind hatte. Insofern kann Dehnen in Bezug auf Seiza hilfreich sein, wird aber meist wenig bringen. Ganz allgemein: Mit Ausnahme einer kurzen Meditation zu Beginn und Ende des Trainings sollte man nie im Seiza meditieren, es seit denn, man nutzt ein Meditationskissen. Wenn man trotzdem Schmerzen im Knie hat, sollte man eine andere Haltung einnehmen. Meditieren kann man in jeder Haltung, wenngleich die eine oder andere Position der Meditation eher hinderlich sein kann.

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Aus dem Verein
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  • Di 11.7.17: Instructorcamp in Gyula (Ungarn) mit Sensei Safar 9. DAN
  • Fr 1.9.17: Trainingscamp Schwarzgurte Sensei Safar in Bad Blankenburg
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  • Sa 25.11.17: Schwimmnachmittag Wonnemar
  • Sa 2.12.17: Wettkampf für KINDER und KADETTEN in Berlin