Herbstlehrgang

Wieder einmal lud der Shotokan Ryu zu einen Lehrgang mit Sensei Enoeda nach Berlin. Bedauerlicherweise konnten sich von den vielen, die anfangs mitfahren wollten, nur wenige entschließen ihren Vorsatz auch in die Tat umzusetzen. So waren wir denn auch nur zu viert. In dieser ersten Trainingseinheit ging Sensei Enoeda ganz besonders auf die richtige Ausführung des Fauststoßes und der Grundabwehren Age Uke und Soto Uke ein, die er außergewöhnlich lang und ausführlich erläuterte. Anschließend wurde dann das soeben gelernte noch einmal am Partner geübt (Man muß ja schließlich wissen, ob das ganze auch in der Praxis noch so klar ist, wie in der Theorie.) und nun war die Trainingseinheit auch schon zu ende. Die darauffolgende Trainingseinheit (ab Blaugurt) beinhaltete Sensei Enoeda's altbekannte Kombinationen. Im Anschluß wurde dann noch ein wenig Kumite geübt, wobei Sensei Enoeda besonderen Wert auf einfache Abwehr- und Kontertechniken legte, die aber dennoch nicht weniger wirkungsvoll waren. Nach diesem Training stand eine etwas längere Pause auf dem Programm, die wir dafür nutzen wollten, etwas zu essen. Bedauerlicherweise befand sich die Halle in einem Stadtteil, der in dieser Hinsicht sehr wenig Möglichkeiten bot (um nicht gleich zu sagen: gar keine). So fuhren wir denn in Richtung Zentrum und ließen es uns bei McDonalds wohl sein - genau im gleichen Restaurant, in dem wir bereits während des Sommerlagers in Berlin zu Mittag gegessen hatten. Bedingt durch den langen Fahrtweg und die dann noch länger andauernde Parkplatzsuche schafften wir es nicht mehr, rechtzeitig zum Beginn der ersten Trainingszeit zurück an der Halle zu sein. So entschlossen sich Marco und Thomas gleichfalls an der zweiten Trainingseinheit teilzunehmen. Diese, so dachte ich, wird bestimmt ebenfalls wieder Kumite beinhalten - so wie sonst auch. Aber ich hatte mich getäuscht. Sensei Enoeda ließ durch den Dolmetscher mitteilen, daß jetzt Kata geübt werde und zwar Gojushiho (eine höhere Schwarzgurt-Kata; Sensei Fujinaga sagte einmal über diese Kata, daß er viel zu schlecht sei, um diese vorzuführen). Obwohl Sensei Enoeda die gesamte Kata in Einzelschritten durchnahm, konnte ich wie auch viele andere nur sehr sehr wenig behalten. Als er dann die Braun- und Schwarzgurten aufforderte, die Kata einmal allein zu laufen, mußten zahlreiche Braungurte aufgeben, weil es einfach zu schwierig wurde. Nach dieser Trainingseinheit ging es dann leider auch schon wieder nach hause. Ich bin sicher, daß ich auch den nächsten Lehrgang mit Sensei Enoeda nicht versäumen werde und hoffe, daß dann ein paar mehr Karate-Begeisterte aus unserem Verein die Gelegenheit nutzen werden, nach Berlin zu fahren um unter Sensei Enoeda's Leitung zulernen.

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