{"id":94,"date":"1994-12-15T13:13:02","date_gmt":"1994-12-15T12:13:02","guid":{"rendered":"http:\/\/lubwart.de\/wordpress\/?p=94"},"modified":"2008-04-18T06:52:58","modified_gmt":"2008-04-18T05:52:58","slug":"lehrgang-mit-fujinaga-sensei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/lehrgang-mit-fujinaga-sensei\/","title":{"rendered":"Lehrgang mit Fujinaga Sensei"},"content":{"rendered":"<p><img ALIGN=\"left\" HEIGHT=\"109\" WIDTH=\"160\" VSPACE=\"10\" HSPACE=\"10\" BORDER=\"0\" SRC=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/nggallery\/nggshow.php?pid=2743&amp;width=160&amp;height=120&amp;mode=\" \/>Am 2. Adventswochenende weilte Sensei Fujinaga (Chief-Instructor der JKA f\u00fcr \u00d6sterreich, Tr\u00e4ger des 5. Dan) wieder einmal in Leipzig. Zahlreiche Karateka aus allen Teilen des Landes waren eigens angereist, um bei ihm zu trainieren. Auch unser Verein war bei diesem Lehrgang stark vertreten. Mit zw\u00f6lf Lehrgangsteilnehmern war dies die st\u00e4rkste Beteiligung bei einem ausw\u00e4rtigen Lehrgang seit Gr\u00fcndung unseres Vereins \u00fcberhaupt<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDer Gro\u00dfteil der Lehrgangsteilnehmer aus unserem Verein reiste mit einem vom Vorsitzenden organisierten Kleinbus an. Diesen bekamen wir erst am Samstag morgen mit m\u00e4chtiger Versp\u00e4tung zur Verf\u00fcgung gestellt, so da\u00df wir uns mit einer Stunde Zeitverzug auf den Weg machten. Es schien, als ob sich an diesem Tag einfach alles gegen uns verschworen habe. Neben zahlreichen Umleitungen auf dem Weg nach Leipzig standen wir dann zu allem \u00dcberflu\u00df auch noch zwei Stunden auf der Autobahn im Stau. (Man sollte eben doch besser vorher wissen, da\u00df die Autobahnabfahrt Leipzig-West, die Abfahrt zu dem ber\u00fchmten Einkaufsparadies &#8222;Saalepark&#8220; ist.)<\/p>\n<p>Nach knapp f\u00fcnfst\u00fcndiger Autofahrt und einer kleinen Irrfahrt durch die Messemetropole kamen wir dann endlich um 13.15 Uhr an der Turnhalle an, in der der Lehrgang stattfinden sollte. Wie es der Zufall so will, trafen wir gleich nach unserer Ankunft die \u00fcbrigen Mitglieder unseres Vereins. So erfuhren wir, da\u00df auch diese zu sp\u00e4t eingetroffen waren, aber aufgrund der Vielzahl der Lehrgangsteilnehmer und der daraus resultierenden Enge in der Halle nicht an der ersten Trainingseinheit teilgenommen hatten.<\/p>\n<p>Wir schlenderten so noch ein wenig durch die Gassen des Neubaugebietes und durch die einzige Einkaufsstra\u00dfe des Stadtteils, um uns die Zeit bis 16.00 Uhr, wo dann die n\u00e4chste Trainingseinheit beginnen sollte, nicht allzu lang werden zu lassen.<\/p>\n<p>Als wir dann in die Halle kamen, verstanden wir sehr gut, warum es w\u00e4hrend des Trainings so eng gewesen sein mu\u00df. Zum einen war die Halle sehr klein (nur wenig gr\u00f6\u00dfer als die Turnhalle der Gesamtschule in Elsterwerda) und zum anderen, wimmelte es in der Halle nur so vor Karatekas, ja die Halle schien f\u00f6rmlich aus den N\u00e4hten zu platzen.<\/p>\n<p>In vier Reihen standen die Sch\u00fcler dicht an dicht &#8211; drei Schritte vor, drei zur\u00fcck &#8211; mehr war nicht drin.<\/p>\n<p>Trotz alledem lie\u00df sich Sensei Fujinaga davon nicht beeindrucken. In gewohnter ruhiger Weise zog er sein Trainingsprogramm durch. Wie gew\u00f6hnlich, wurde auch an diesem Nachmittag Kihon (Grundschule) und Kumite (Partner\u00fcbungen) ge\u00fcbt.<\/p>\n<p>Immer wieder unterbricht Sensei Fujinaga das Training und erkl\u00e4rt und korrigiert geduldig auftretende Fehler. Sein besonderes Augenmerk galt diesmal der lockeren, unverkrampften Ausf\u00fchrung der Karatetechniken. Ein Thema, da\u00df gar nicht so einfach in die Tat umzusetzen war. Sensei Fujinaga demonstrierte die Techniken zwar immer wieder mit einer bewundernswerten Leichtigkeit, aber es ihm gleichzutun, war ein beschwerliches Unterfangen. Als diese Trainingseinheit zu Ende ging, waren alle schwei\u00dfgebadet.<\/p>\n<p>Doch der schwerste Kampf begann jetzt nach dem Training: Wer einigerma\u00dfen vern\u00fcnftig schlafen wollte, mu\u00dfte jetzt sein Bestes geben, um eine Matte zu ergattern und nicht auf dem Boden schlafen zu m\u00fcssen, denn all die zahlreichen von weither angereisten Karateka wollten nat\u00fcrlich auch \u00fcbernachten.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gingen wir gemeinsam zu einem in der N\u00e4he befindlichen chinesischen Restaurant, um aus Anla\u00df des Lehrganges angemessen zu abend zu essen. Danach machten wir uns auf den R\u00fcckweg in die Halle, wo wir zun\u00e4chst gemeinsam das Kreuzwortr\u00e4tsel der letzten Vereinszeitung zu l\u00f6sen versuchten, um uns dann schlafen zu legen.<\/p>\n<p>Bedauerlicherweise erfuhren wir erst am n\u00e4chsten Morgen von dem fantastischen Videoabend im Jugendclub &#8222;Arena&#8220; gleich nebenan, den wir so verpa\u00dften.<\/p>\n<p>Obwohl die Nacht auch f\u00fcr Sensei Fujinaga sehr kurz gewesen sein mu\u00df (er war bis in die fr\u00fchen Morgenstunden auf der Lehrgangsparty), stand er bereits um 10.00 Uhr wieder vor den angetretenen Reihen der Karateka. Kata lautete der Trainingsinhalt diesmal.<\/p>\n<p>In der Unterstufe wurden Heian Kata 1-3 ge\u00fcbt, w\u00e4hrend in der Oberstufe alle Heian Kata kurz besprochen und Fehlerschwerpunkte nochmals aufgezeigt und etwas gr\u00fcndlicher ge\u00fcbt wurden. Anschlie\u00dfend wurden noch kurz die Kata Tekki Shodan und Bassai Dai ge\u00fcbt und dann &#8211; ja dann war das Training auch schon zu Ende. Schade. Aber Sensei Fujinaga kommt bestimmt bald wieder einmal zu einem Lehrgang.<\/p>ngg_shortcode_0_placeholder<p>Eine Sache verdient vielleicht noch eine besondere Erw\u00e4hnung, da dies auch bei uns nicht so richtig klappt: Die Aufstellung zu Beginn des Trainings. Wie Sensei Fujinaga erz\u00e4hlte, sei es in Japan so, da\u00df der Sch\u00fcler auf den Lehrer wartet. Die Sch\u00fcler stehen also bereits in Reih&#8216; und Glied, wenn der Lehrer das Dojo betritt und warten auf den Beginn des Unterrichts. Dies ist f\u00fcr den Lehrer ein angenehmes Gef\u00fchl. Hier in Europa aber sei alles anders. Hier m\u00fcsse der Lehrer auf den Sch\u00fcler warten. Dies ist nat\u00fcrlich nicht sch\u00f6n f\u00fcr den Lehrer. Man sollte niemals vergessen: Nicht der Lehrer will lehren, sondern der Sch\u00fcler will lernen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 2. Adventswochenende weilte Sensei Fujinaga (Chief-Instructor der JKA f\u00fcr \u00d6sterreich, Tr\u00e4ger des 5. Dan) wieder einmal in Leipzig. Zahlreiche Karateka aus allen Teilen des Landes waren eigens angereist, um bei ihm zu trainieren. Auch unser Verein war bei diesem Lehrgang stark vertreten. 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