{"id":86,"date":"1994-12-15T13:04:25","date_gmt":"1994-12-15T12:04:25","guid":{"rendered":"http:\/\/lubwart.de\/wordpress\/?p=86"},"modified":"2008-04-21T06:55:21","modified_gmt":"2008-04-21T05:55:21","slug":"trainingslager-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/trainingslager-3\/","title":{"rendered":"Trainingslager"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" vspace=\"10\" align=\"left\" width=\"100\" src=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/gallery\/940904\/thumbs\/thumbs_940801_010.jpg\" hspace=\"10\" height=\"75\" \/>Trainingslager in den Gr\u00f6dener Bergen<\/p>\n<p>In der Zeit vom 02.-04. September 1994 f\u00fchrte unser Verein erstmalig ein Trainingslager durch. Dieses wurde durch Enrico Beckstein und Maik Hinze ma\u00dfgeblich geplant und organisiert. Beide haben weder M\u00fchen noch Kosten gescheut, um dieses Trainingslager zu einem wirklich besonderen Erlebnis f\u00fcr alle Teilnehmer werden zu lassen.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nNach der Ankunft in der Gr\u00f6dener Jugendherberge suchte sich jeder Teilnehmer sein Bett, frei nach dem Motto &#8222;Wer zuerst kommt, schl\u00e4ft am besten&#8220;. Danach ging es auch schon los.Enrico Beckstein (6. Kyu) \u00fcbernahm das erste Training. Er jagte uns \u00fcber Stock und Stein, durch Berg und Tal. Aber dies war erst die Erw\u00e4rmung. An einer geeigneten Stelle im Wald wurden anschlie\u00dfend Grundtechniken ge\u00fcbt. Am Ende des Trainings ging es im Laufschritt wieder zur\u00fcck ins Lager.<\/p>\n<p>Als alle wieder erfrischt waren, begann der gem\u00fctliche Teil des Abends. Zu essen gab es Gegrilltes, zu trinken alkoholfreie Getr\u00e4nke f\u00fcr die Kinder und Bierchen f\u00fcr die \u00c4lteren.<\/p>\n<p>Zu Gast war auch unser Vereinsvorsitzender Ralph Peter G\u00f6rlach. Er sorgte f\u00fcr eine lustige oder sollte ich besser schreiben schadenfreudige Episode. Denn er stand vor seinem verschlossenen Auto und die Sch\u00fcssel gl\u00e4nzten ihn vom Fahrzeuginneren an. Swen Klodner half ihn aus dieser Patsche, indem sie zu G\u00f6rlachs fuhren und die Zweitschl\u00fcssel holten. Freudestrahlend zeigte uns dann Ralph Peter, da\u00df er sogar zwei Schl\u00fcssel f\u00fcr sein Auto hat. (Beweisfotos sind leider nichts geworden.)<\/p>\n<p>N\u00e4chster Tag 7.30 Uhr Wecken und hinaus ging es in Mutter Natur; auf gut englisch: Jogging. Danach wartete auch schon die Wirtin unserer Unterkunft mit dem Fr\u00fchst\u00fcck auf uns.<\/p>\n<p>Nach der St\u00e4rkung war die zweite Trainingseinheit angesagt. Diese behandelte das Thema Selbstverteidigung. Dazu hatten die Organisatoren den Ninjutsumeister Thomas Stolz aus Elsterwerda eingeladen. Als Trainingsort wurde der Schanzenauslauf neben der Skih\u00fctte in den Gr\u00f6dener Bergen gew\u00e4hlt. Um zu diesem Ort zu gelangen, wurden wiederum die F\u00fc\u00dfe bem\u00fcht. In Dreiergruppen mu\u00dften wir loslaufen. Wir orientierten uns an Wegweisern und Wandermarkierungen, welche uns zur Skih\u00fctte f\u00fchren sollten. Ich bin mit der zweiten Gruppe gestartet. Wir fanden die Skih\u00fctte, wo auch schon Thomas&#8216; Wartburg stand.<\/p>\n<p>Doch wo war die erste Gruppe, bestehend aus Marco Naumann, Mario Franz und Stefan Schr\u00e4pel geblieben? Diese Frage sollte sich erst nach ca. einer Stunde kl\u00e4ren. Ich bin mir sicher, diese drei kennen die Umgebung der Gr\u00f6dener Berge jetzt besser als alle anderen Teilnehmer.<\/p>\n<p>In der Trainingseinheit selbst wurden wirkungsvolle Abwehrtechniken gegen Faust-, Fu\u00df- und Messerangriffe von Thomas und seinem Assistenten demonstriert, die anschlie\u00dfend von uns ge\u00fcbt wurden. Da ging es schon einmal hart zur Sache und auch fallen wollte gelernt sein. Thomas stand allen Fragen offen gegen\u00fcber. Er erkl\u00e4rte alle Techniken ausf\u00fchrlich an seinem Assistenten und wenn das nichts half, mu\u00dfte auch ab und zu ein Karateka herhalten. Wer nach diesem Training noch sagen konnte, da\u00df sein Gi (Anzug) wei\u00df ist, der hatte nicht richtig trainiert. Laufend ging es zur\u00fcck ins Lager.<\/p>\n<p>Mittagessen bekamen wir in der Gr\u00f6dener Schulk\u00fcche. Es gab f\u00fcr alle reichlich zu essen. In der Mittagspause wurde ausgiebig Tischtennis gespielt, ein paar Leute machten auch ein Mittagsschl\u00e4fchen.<\/p>\n<p>Zum Nachmittagstraining liefen wir wieder in den Wald. Diesmal \u00fcbernahm Marco Naumann (5. Kyu) die Leitung des Trainings und wer Marco kennt, wei\u00df, da\u00df er viel von sich und von anderen fordert. Die meisten \u00dcbungen wurden mit Partner durchgef\u00fchrt. Das Ziel dieser Trainingseinheit bestand darin, seinen K\u00f6rper abzuh\u00e4rten, Spannung in der Muskulatur aufzubauen und richtige Kampfabst\u00e4nde zu finden. Zum Abschlu\u00df dieser \u00dcbung wurde ein Kumite (Freikampf) veranstaltet.<\/p>\n<p>Am Abend machten wir eine Grillfete. Dies war ein lustiges und gem\u00fctliches Beisammensein. Um 0.00 Uhr kamen wir dann zum absoluten H\u00f6hepunkt: Das Nachttraining.<\/p>ngg_shortcode_0_placeholder<p>Alle Teilnehmer wurden einzeln im Zwei-Minuten-Abstand hinaus in den Wald geschickt. Zur Orientierung, denn es war eine stockfinstere Nacht und die Verluste an Mitgliedern sollten nicht zu hoch sein, wurden Taschenlampen auf den Wegen ausgelegt.<\/p>\n<p>Jeder Teilnehmer war in dieser Geisterstunde auf sich allein gestellt und es geschahen wirklich unheimliche Dinge: Geister schwangen sich quer \u00fcber den Weg von Ast zu Ast und warfen mit Feuerwerksk\u00f6rpern, Kobolde hatten Luftballons vergraben, auf welche die armen Nachtwanderer traten und sich m\u00e4chtig erschreckten, Wurzeltrolle h\u00f6rten Radio, knackten im Unterholz mit \u00c4sten und machten: &#8222;Buh&#8220; und &#8222;Huh&#8220;. Alle freuten sich am Treffpunkt, da\u00df es keine Verluste gab. Dann wurde noch ein wenig Angreifen und Abwehren im Dunkel ge\u00fcbt.<\/p>\n<p>\u00fcber den Weg von Ast zu Ast und warfen mit Feuerwerksk\u00f6rpern, Kobolde hatten Luftballons vergraben, auf welche die armen Nachtwanderer traten und sich m\u00e4chtig erschreckten, Wurzeltrolle h\u00f6rten Radio, knackten im Unterholz mit \u00c4sten und machten: &#8222;Buh&#8220; und &#8222;Huh&#8220;. Alle freuten sich am Treffpunkt, da\u00df es keine Verluste gab. Dann wurde noch ein wenig Angreifen und Abwehren im Dunkel ge\u00fcbt.<\/p>\n<p>Nach einem kurzen Lauf als alle wieder im Lager waren, erz\u00e4hlte jeder seine Erlebnisse, welche sie oder er allein im Wald hatten. Gegen 2.00 Uhr kehrte die wohlverdiente Nachtruhe ein.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich um 8.00 Uhr begann f\u00fcr uns der n\u00e4chste Tag. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck ging es wieder hinaus in den Wald, wo Ralph Peter G\u00f6rlach (5. Kyu) das vierte und somit letzte Training leitete. Er zeigte die, f\u00fcr die meisten neue, Kata Tekki Shodan, welche im besonderen f\u00fcr das Bestehen einer Pr\u00fcfung im Braungurtbereich ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen galt das Trainingslager in Gr\u00f6den als offiziell beendet. Ich m\u00f6chte mich im Namen der anderen Teilnehmer und in meinen Namen auf diesem Wege bei den Hauptorganisatoren Enrico Beckstein und Maik Hinze und den anderen Helfern f\u00fcr das gelungene Wochenende bedanken. Ich hoffe diese Mitglieder lassen sich den Mut auf Grund der geringen Teilnehmerzahl nicht nehmen und organisieren im n\u00e4chsten Jahr ein 2. Trainingslager, welches einen festen Platz im Vereinsleben einnehmen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Heiko Schwenning<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trainingslager in den Gr\u00f6dener Bergen In der Zeit vom 02.-04. September 1994 f\u00fchrte unser Verein erstmalig ein Trainingslager durch. 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