{"id":292,"date":"1999-03-15T08:54:15","date_gmt":"1999-03-15T07:54:15","guid":{"rendered":"http:\/\/lubwart.de\/wordpress\/?p=292"},"modified":"2008-02-08T08:56:36","modified_gmt":"2008-02-08T07:56:36","slug":"instructor-ausbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/instructor-ausbildung\/","title":{"rendered":"Instructor-Ausbildung"},"content":{"rendered":"<p><img ALIGN=\"left\" HEIGHT=\"75\" WIDTH=\"100\" VSPACE=\"10\" HSPACE=\"10\" BORDER=\"0\" SRC=\"http:\/\/lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/gallery\/990130\/thumbs\/thumbs_9901308.jpg\" \/>Gleich zu Beginn des neuen Jahres, am letzten Januar-Wochenende, stand auch schon wieder ein Instructor-Seminar in Berlin an &#8211; Imura Sensei hatte sich angesagt.<\/p>\n<p>Gleich in der ersten Trainingseinheit sp\u00fcrten die Teilnehmer schon sehr deutlich, was der Schwerpunkt dieses Wochenendes werden w\u00fcrde: der richtige H\u00fcfteinsatz und ein tiefer Stand &#8211; die Lieblingsthemen von Imura Sensei. <!--more-->Zun\u00e4chst wurde das Absto\u00dfen aus dem hinteren Bein unter korrekter H\u00fcfthaltung und H\u00fcftbewegung ge\u00fcbt, ein Thema, das gar nicht so leicht umzusetzen war. Gro\u00dfes Augenmerk richtete Imura Sensei dabei auf den richtigen Spannungsaufbau, den Wechsel zwischen Au\u00dfen- und Innenspannung.<\/p>\n<p>Doch auch eine Kritik musste der Meister schon zu Beginn loswerden: Als einige Schwarzgurte z\u00e4hlen sollten, z\u00e4hlten diese so schnell, dass Imura Sensei schlie\u00dflich das Training unterbrach und ausf\u00fchrte, dass es nicht darauf ankommen, eine \u00dcbung m\u00f6glichst schnell zu beenden, sondern sie richtig zu beenden. Wenn man zu schnell z\u00e4hle und die Sch\u00fcler zu einer schnellen Technikausf\u00fchrung treibe, dann werde die Technik oberfl\u00e4chlich und die \u00dcbung verliere ihren Wert. Nur bei einem richtigen Z\u00e4hltempo k\u00f6nne Spannung korrekt aufgebaut werden.<\/p>\n<p>Im Anschluss wurden dann die Grundtechniken am Partner umgesetzt. Um die Nachmittags-Trainingseinheit richtig vorzubereiten, standen dann noch diverse Fu\u00dftechniken auf dem Programm, die allesamt aus einer tiefen H\u00fcftposition heraus ausgef\u00fchrt werden sollten, ohne die H\u00fcfte dabei nach oben zu verlagern. Bei richtigem H\u00fcfteinsatz (z.B. bei Yoko Geri Kekomi) erwies sich auch diese \u00dcbungsform als nicht ganz einfach und stellte so machen vor Probleme.<\/p>\n<p>Am Nachmittag setzte Imura Sensei den Schwerpunkt auf den richtigen H\u00fcfteinsatz aus Kokutsu Dachi heraus. So wurde zun\u00e4chst Kokutsu Dachi Shuto Uke in schier unabl\u00e4ssiger Folge ge\u00fcbt, bevor endlich einmal das andere Bein zum Zuge kam.<\/p>\n<p>Doch danach ging es erst richtig los. Gohon Kumite in rascher Folge jeweils mit Jodan Zuki und anschlie\u00dfend Chudan Zuki, danach Partnerwechsel und das Ganze 15 Mal hintereinander. Auch hier lag das Hauptaugenmerk auf der richtigen H\u00fcfth\u00f6he und dem richtigen H\u00fcfteinsatz. Doch wer geglaubt hatte, dass es damit genug sei, sah sich get\u00e4uscht. Gleich im Anschluss wurde Ippon Kumite ge\u00fcbt, wobei als Angriff immer Yoko Geri Kekomi auszuf\u00fchren war. Im Vergleich zu Gohon Kumite war dies aber die reinste Erholung.<\/p>\n<p>Zum Abschluss des Trainingstages eine kurze aber dennoch sehr anstrengende Aufgabe: Zwei Karateka treten gegeneinander an, wobei der eine nur mit Chudan Zuki anzugreifen hat, w\u00e4hrend der andere zugleich nur ausweichen darf, ohne sich zu verteidigen. Diese \u00dcbung w\u00e4hrte zwar nur 15 Sekunden je Partner, aber wenn man den Verteidiger richtig unter Druck setzt bzw. vom Angreifer unter Druck gesetzt wird, dann k\u00f6nnen diese 15 Sekunden eine Ewigkeit dauern.<\/p>\n<p>Am Sonntag dann Kata angesagt &#8211; Imura Sensei&#8217;s Kata, mit der er den Weltmeistertitel errungen hatte: Jitte.<\/p>ngg_shortcode_0_placeholder<p>Nach eingehender \u00dcbung der einzelnen Techniken der Kata wurde sodann die Kata nach und nach zusammengesetzt bevor dann auch ausgew\u00e4hlte Sequenzen am Partner ge\u00fcbt wurden. Interessant auch die von Imura Sensei gezeigten Stock-Applikationen, wobei aber die Vorgeschichte hierzu noch weit interessanter war. Ein Stock (Bo) war n\u00e4mlich nicht vorhanden, so wurde ein Karateka losgeschickt, einen Stock zu besorgen. Er kam dann auch mit etwas zur\u00fcck, dass man durchaus nutzen konnte: einem Besen. Imura Sensei nahm&#8217;s gelassen und kehrte erst einmal ein wenig zum Vergn\u00fcgen aller die Halle. Einer der Schwarzgurte wusste auch nicht recht, wie der Stock zu halten sei und wie man dann dem mit dem Stock bewaffneten Angreifer diesen entwinden k\u00f6nne. Daraufhin wies Imura Sensei den Dan-Tr\u00e4ger an, er m\u00f6ge doch den Stock einfach einmal an der Seite halten. Danach zeigte er kurz nach oben, so nach dem Motto &#8222;Sieh mal, ein Vogel!&#8220; Prompt schaute der Schwarzgurt in die angedeutete Richtung und Imura Sensei nahm ihm den Stock weg. So einfach kann das sein.<\/p>\n<p>Dennoch gab es viel zu \u00fcben. Der H\u00fcfteinsatz in dieser Kata ist alles andere als leicht und stellte so manchen Karateka vor eine fast unl\u00f6sbare Aufgabe.<\/p>\n<p>Zum Abschluss kam wieder Imura Sensei beliebtes Spiel zum Einsatz: Rasch auf die andere Hallenseite laufen, die Kata ausf\u00fchren, zur\u00fccklaufen und stehen. Die Gruppe, die am l\u00e4ngsten braucht, singt vor allen Trainingsteilnehmern ein Lied. Ich muss leider zugeben: Wir z\u00e4hlten auch wieder einmal zu den S\u00e4ngern. Vielleicht lag es ja nicht nur daran, dass die Kata noch nicht richtig sa\u00df, sondern auch daran, dass wir versucht haben ein bisschen weniger zu offensichtlich zu &#8222;betr\u00fcgen&#8220; und die Kata gleich einmal um einige Passagen abzuk\u00fcrzen&#8230;<\/p>\n<p>Auf jeden Fall hatten wir wieder einmal alle sehr viel Spa\u00df an diesem Wochenende und haben eine ganze Menge gelernt. Der n\u00e4chste Lehrgang mit Imura Sensei kommt bestimmt (\u00fcbrigens schon im Juni) und ich werde bestimmt wieder hinfahren &#8211; vielleicht sehen wir ja dort?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gleich zu Beginn des neuen Jahres, am letzten Januar-Wochenende, stand auch schon wieder ein Instructor-Seminar in Berlin an &#8211; Imura Sensei hatte sich angesagt. 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