{"id":189,"date":"1997-06-15T12:09:24","date_gmt":"1997-06-15T11:09:24","guid":{"rendered":"http:\/\/lubwart.de\/wordpress\/?p=189"},"modified":"2008-04-22T09:22:41","modified_gmt":"2008-04-22T08:22:41","slug":"fujinaga-gedenktunier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/fujinaga-gedenktunier\/","title":{"rendered":"Fujinaga-Gedenktunier"},"content":{"rendered":"<p><img ALIGN=\"left\" HEIGHT=\"75\" WIDTH=\"93\" VSPACE=\"10\" HSPACE=\"10\" BORDER=\"0\" SRC=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/gallery\/970519\/thumbs\/thumbs_970401_004.jpg\" \/>Am 19. April 1997 fand in Berlin das nun schon zweite Fujinaga-Gedenkturnier, organisiert vom Budoverein Fujinaga Berlin e.V. (unter Leitung von Sensei G. B\u00fcki) statt.<\/p>\n<p>In Vorbereitung der diesj\u00e4hrigen Meisterschaften des Shotokan Ryu in Deutschland e.V. (die \u00fcbrigens schon im Herbst des vergangenen Jahres h\u00e4tten stattfinden sollen) fuhren wir mit zwei Vertretern unseres Vereins nach Berlin, um uns an diesem Turnier zu beteiligen. Thomas M\u00fcller und Marco Ke\u00dfler sollten beide in der gleichen Altersklasse starten.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Schon um 9.00 Uhr morgens mu\u00dften wir uns in Berlin am Wettkampfort einfinden. Gerade rechtzeitig trafen wir auch an der Halle ein, doch die Organisation lie\u00df etwas zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Der Beginn des Wettkampfes selbst zog sich hin&#8230; Statt 10.00 Uhr ging es beispielsweise erst um 10.20 Uhr los und dann die Einteilung der Gruppen: Manche Gruppen waren offenbar unterbesetzt, so da\u00df einige Wettkampfkategorien einfach zusammengelegt wurden. Da gab es daher auch Gruppen in denen von Gelb bis Violett alles vertreten war. Eine vielleicht doch etwas ungl\u00fccklich gew\u00e4hlte Zusammenstellung. Eine andere Sache, die auch bei vielen anderen Zuschauern Anla\u00df zur Unzufriedenheit gab war die Tatsache, da\u00df der auf der Ausschreibung befindliche Zeitpunkt scheinbar willk\u00fcrlich ge\u00e4ndert wurde und so z.B. die Kategorie H (Jugend m\u00e4nnlich, 6. &#8211; 5. Kyu, 16-17 Jahre) erst als letzte antreten durfte.<\/p>\n<p>Im Allgemeinen kann gesagt werden, da\u00df die Wettkampfbeteiligung im Vergleich zu den Landesmeisterschaften des vergangenen Jahres weit gr\u00f6\u00dfer und daher f\u00fcr alle Teilnehmer nat\u00fcrlich auch die Konkurrenz gr\u00f6\u00dfer war.<\/p>\n<p>Der Wettkampf selbst wurde als Misch-Wettkampf nach dem sog. FU-KU-GO-System durchgef\u00fchrt (K.O.-System). Das hei\u00dft: Die erste Runde bestand aus Kata, die n\u00e4chste aus Kumite, dann wieder Kata usw. bis zur Endrunde.<\/p>\n<p>Als der Aufruf der Wettk\u00e4mpfer erfolgte, mu\u00dfte ich zu meinem Erstaunen feststellen, da\u00df Marco und Thomas nicht unter den Wettk\u00e4mpfern waren. Allerdings waren sie nicht die einzigen, die vergessen wurden&#8230; Nach einigen kl\u00e4renden Worten, wurde schnell eine neue Liste erstellt und dann ging es los.<\/p>\n<p>In der ersten Runde mu\u00dfte Marco gegen einen Orangegurt in Kata antreten. Ich warnte ihn noch und sagte: &#8222;Pa\u00df auf und untersch\u00e4tze deinen Gegner nicht!&#8220; Der Kampfrichter verlangte Heian Nidan. Ich sah noch die Anfangssequenzen und bemerkte, da\u00df der Orangegurt wirklich erstaunlich gut war. Dann konzentrierte ich mich allein auf das Fotografieren. Als die Kata vor\u00fcber war, erfolgte die Wertung der Kampfrichter: Unentschieden! &#8211; Wie w\u00fcrde der Hauptkampfrichter entscheiden? fragte ich mich. Und dann ging die Fahne hoch: Wei\u00df hatte gewonnen. Ich ging zu Marco, wunderte mich, wie er diesen Kampf habe verlieren k\u00f6nnen und wollte ihn schon tr\u00f6sten, da\u00df dies ja nur ein Vorbereitungswettkampf sei und nichts weiter zu bedeuten habe&#8230; als mich Marco und Thomas ganz entgeistert &#8222;Was willst du denn \u00fcberhaupt? Marco hat doch gewonnen!&#8220; &#8211; Na da war ich erst erleichtert. Aber was soll&#8217;s? Der Wettkampf ging weiter.<\/p>\n<p>Thomas war als n\u00e4chster dran: Kumite war angesagt. Der Mann aus Oranienburg stellte sich f\u00fcr unseren &#8222;kampfgest\u00e4hlten&#8220; Thomas als nicht allzu gef\u00e4hrlich raus &#8211; und damit war die Vorrunde f\u00fcr beide \u00fcberstanden. Das Schwierigste war geschafft.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chster mu\u00dfte Marco im Kumite gegen einen Gr\u00fcngurt antreten. Aus R\u00fccksicht auf den Gr\u00fcngurt, wurde vom Kampfrichter Kihon Ippon Kumite verlangt. Diese Kumite-Form stellte f\u00fcr Marco kein Problem dar und er gewann den Kampf souver\u00e4n.<\/p>\n<p>Dann kam es wieder zu der schon aus Demmin bekannten Situation: Marco und Thomas mu\u00dften in Kata gegeneinander antreten. Als erstes verlangte Sensei B\u00fcki Heian Yondan. Diese Kata wurde von beiden gleich gut absolviert, so da\u00df die Kampfrichter auf unentschieden pl\u00e4dierten. Also gut &#8211; auf zum n\u00e4chsten! Heian Godan war verlangt. Hier hatte Marco eindeutige Vorteile und erk\u00e4mpfte sich gegen Thomas den entscheidenden Punkt und hatte sich damit bereits den Finalkampf um den Siegerplatz gesichert.<\/p>\n<p>Thomas hatte noch einen Kampf vor sich, um ins Finale einziehen zu k\u00f6nnen. Er mu\u00dfte mit Kata gegen eben jenen Orangegurt antreten, den Marco bereits in der ersten Runde besiegt hatte. Auch hier wurde wieder Kata verlangt. Abermals stand Heian Nidan auf dem Programm. Ich warnte Thomas noch einmal vor einer Untersch\u00e4tzung seines Gegners, allein es half nicht. Aufgrund der von ihm mit zu wenig Kime (Endpunkt) ausgef\u00fchrten Techniken verlor er diesen zweiten Kampf und konnte sich damit keine Plazierung mehr sichern.<\/p>\n<p>Den letzten Kampf hatte Marco gegen einen anderen Blaugurt zu bestehen: Jiyu Ippon Kumite &#8211; Marco&#8217;s Alptraum. Da Marco wahrscheinlich auch mit zu wenig Selbstvertrauen in diesen letzten Kampf ging, konnte er nicht den Sieg davontragen, obgleich seine Chancen nicht schlecht standen, hatten doch beide erhebliche Fehler. So war die Distanz beim Angriff sowohl bei Marco als auch bei dessen Gegner mitunter erheblich zu gro\u00df, um eine Wertung zu erzielen, einmal gar konnte der Gegner seinen Mae Geri bei Marco nicht anbringen, weil er das Knie nicht richtig anzog und daher mit seinem Fu\u00df Marco am Knie traf. Die Wertung der Kampfrichter war unterschiedlich: eine Stimme f\u00fcr Marco, eine f\u00fcr seinen Gegner. Der Hauptkampfrichter entschied aufgrund der von beiden K\u00e4mpfern nicht gerade hervorragenden Leistung auf unentschieden und dann ging es in die Verl\u00e4ngerung. Nach drei weiteren Techniken sollte die Entscheidung fallen. Wieder entschieden sich die Seitenkampfrichter unterschiedlich und der Hauptkampfrichter mu\u00dfte eine Entscheidung f\u00e4llen, die aber leider nicht zugunsten von Marco ausfiel, der damit nur Platz zwei erreichte.<\/p>\n<p>In Anbetracht der mehr als doppelt so gro\u00dfen Teilnehmerzahl in seiner Altersgruppe im Vergleich zu Demmin war dies trotzdem ein recht beachtliches Ergebnis.<\/p>\n<p>Thomas landete damit auf Platz f\u00fcnf und Marco auf Platz zwei.<\/p>\n<p>Insgesamt gesehen verliefen die Wettk\u00e4mpfe ruhig und fair. Es gab f\u00fcr den Notarzt gl\u00fccklicherweise nur einen einzigen Einsatz. Beim Freikampf zwischen einem Braun- und einem Schwarzgurt trat letzterer unkontrolliert zum Kopf des Braungurts, was bei diesem sehr starkes Nasenbluten hervorrief. Der Schwarzgurt wurde disqualifiziert, der Braungurt kam eine Runde weiter, schied jedoch in der darauffolgenden Runde aus, weil er ins Krankenhaus gebracht werden mu\u00dfte und daher beim n\u00e4chsten Kampf nicht mehr antreten konnte.<\/p>ngg_shortcode_0_placeholder","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 19. April 1997 fand in Berlin das nun schon zweite Fujinaga-Gedenkturnier, organisiert vom Budoverein Fujinaga Berlin e.V. (unter Leitung von Sensei G. B\u00fcki) statt. In Vorbereitung der diesj\u00e4hrigen Meisterschaften des Shotokan Ryu in Deutschland e.V. 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