{"id":1153,"date":"2008-02-26T09:44:49","date_gmt":"2008-02-26T08:44:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/?page_id=1153"},"modified":"2008-02-26T09:44:49","modified_gmt":"2008-02-26T08:44:49","slug":"trainingskritik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/karate-and-more\/hintergrunde\/verschiedenes\/trainingskritik\/","title":{"rendered":"Trainingskritik"},"content":{"rendered":"<p>Immer wieder h\u00f6rt man bei Lehrg\u00e4ngen, aber auch beim normalen Training, da\u00df sich Karateka \u00fcber die Trainingsmethoden beschweren. Diese Kritiken und Beschwerden erreichen &#8211; wenn \u00fcberhaupt &#8211; den Trainer nur \u00fcber Umwegen. Doch mir als Sch\u00fcler stellt sich hier eine ganz andere Frage: Stehen uns als Sch\u00fcler \u00fcberhaupt Kritiken an den Trainingsmethoden der Meister oder gar der JKA-Instructoren zu?<\/p>\n<p>Nehmen wir doch nur einmal den letzten Lehrgang mit Sensei Imura heraus. Ge\u00fcbt wurden in erster Linie Grundschultechniken, keine schwierigen Kombinationen oder so. Gerade dies aber fordert einige zur Kritik heraus, denn Grundschultechniken wie Mae Geri, Oi Zuki oder Gyaku Zuki k\u00f6nne man schlie\u00dflich auch daheim im Dojo \u00fcben. Hier m\u00f6chte ich nicht lange um den Kern der Sache herumreden, sondern nur einmal kurz aus der Dojo-Etikette zitieren: &#8222;Es liegt in der menschlichen Natur, von der Richtigkeit der eigenen Meinung auszugehen und selbst beim oberfl\u00e4chlichen Betrachten fremder Angelegenheiten sagen zu k\u00f6nnen, was richtig und was falsch ist.<\/p>\n<p>Es ist naiv und \u00fcberheblich, in den Verantwortungen anderer Rechtes von Unrechtem zu unterscheiden, ohne selbst miteingebunden zu sein. Auf dieser Grundlage beruhen in den Kampfk\u00fcnsten die Verhaltensregeln. Ein Fortschrittsgrad rechtfertigt sich nur, indem er nach unten beispielgebend und nach oben hin achtungsvoll ist. Es ehrt ihn nicht, wenn er sich berufen f\u00fchlt, h\u00f6here Grade zu kritisieren und nach unten zu herrschen. Seine Aufgabe besteht darin, sich zu bem\u00fchen selbst den Anforderungen h\u00f6herer Grade zu entsprechen, um mit der Zeit zu wachsen. Dies ist etwas anderes, als mit unreifen Geist h\u00f6here Verantwortung zu beurteilen.&#8220;<\/p>\n<p>Viele betrachten beispielsweise im \u00dcben des Oi Zuki nur den Oi Zuki und gehen dabei davon aus, dass sie als Braun- oder Schwarzgurt diese Technik schon l\u00e4ngst gemeistert h\u00e4tten ohne genau auf die \u00dcbungsanweisungen des Meisters zu h\u00f6ren geschweige sie denn zu befolgen. W\u00fcrden sie versuchen, die Anweisungen des Meisters umzusetzen, w\u00fcrden sie auch schon sehr schnell feststellen m\u00fcssen, dass sie diese einfachen Techniken noch lange nicht gemeistert haben und sie w\u00fcrden ferner feststellen k\u00f6nnen, da\u00df der Meister mit jeder einzelnen \u00dcbungsanweisung bestimmte Ziele verfolgt, doch wenn man nat\u00fcrlich dem Training fernbleibt oder nur noch mit Unmut weitertrainiert, wird man verst\u00e4ndlicherweise nie die Essenz des Trainings mit nach hause nehmen k\u00f6nnen. Eigentlich schade &#8211; und dabei w\u00e4re es so einfach. Man br\u00e4uchte lediglich dem Training aufmerksam zu folgen und versuchen, die Anweisungen genaustens umzusetzen, um den Sinn und das Ziel des Trainings fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu erfassen und letztlich auch zu erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder h\u00f6rt man bei Lehrg\u00e4ngen, aber auch beim normalen Training, da\u00df sich Karateka \u00fcber die Trainingsmethoden beschweren. Diese Kritiken und Beschwerden erreichen &#8211; wenn \u00fcberhaupt &#8211; den Trainer nur \u00fcber Umwegen. 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