{"id":789,"date":"2007-04-17T11:08:06","date_gmt":"2007-04-17T10:08:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/?p=789"},"modified":"2007-04-17T11:08:06","modified_gmt":"2007-04-17T10:08:06","slug":"antwort-an-den-srd-vorstand","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/antwort-an-den-srd-vorstand\/","title":{"rendered":"Antwort an den SRD-Vorstand"},"content":{"rendered":"<p>bitte missverstehe mein Schreiben nicht.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte nicht die Arbeit des Vorstands kritisieren. Ich wei\u00df selbst wie schwer es ist, einen Verein zu leiten.<\/p>\n<p>Und um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe mit Keiko mit Sicherheit weit weniger zu schaffen, als Ihr als Vorstand oder m\u00f6glicherweise der eine oder andere Verein. Auch mir wurden diverse \u00c4u\u00dferungen von Jan in Bezug auf meine Person bzw. unseren Verein zugetragen. Gut. Aber: Hier geht es um die Sache, um Fakten nicht um pers\u00f6nliche Gef\u00fchle. Deshalb habe ich mich auch entschlossen, diese E-Mail zu schreiben.<!--more--><\/p>\n<p>Die Art und Weise wie Keiko reagiert wird von mir keinesfalls gebilligt. Ebenso sind allerdings auf der anderen Seite auch die Reaktionen des Vorstands von Vorurteilen gepr\u00e4gt und lassen nicht in jedem Fall Sachlichkeit erkennen. Ich erinnere nur an die Wortwahl des letzten Rundschreibens in Bezug auf Keiko, welcher doch recht aggressiv war.<\/p>\n<p>Es mag sein, dass die Ausf\u00fchrungen des Vorstands im Kern richtig waren &#8211; dies m\u00f6chte ich hier nicht beurteilen &#8211; aber der Ton war aus meiner Sicht eindeutig nicht im Sinn der Sache. Es sei denn, man ist bem\u00fcht, den bereits schwelenden Konflikt weiter eskalieren zu lassen. Es w\u00e4re besser gewesen, Wertungen und Meinungen nicht in das Schreiben aufzunehmen, sondern einzig die Fakten sprechen zu lassen. Gerade Wertungen und Meinungen sind es, die schon oft aus kleinen M\u00fccken riesige Elefanten haben werden lassen.<\/p>\n<p>Gerade in einer bereits aufgeheizten Situation ist es wichtig, dass mit besonderem Fingerspitzengef\u00fchl vorgegangen wird. Dies war auch die Intention meines Schreibens. Ich wollte den Vorstand noch einmal sensibilisieren.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es Grenzen. Doch auf beiden Seiten muss Bereitschaft vorhanden sein, Kompromisse zu finden. Niemand kann erwarten, dass eine der beiden Seiten die eigene Position zu 100% \u00fcbernimmt. Durch den freien Gedankenaustausch, durch kontroverse Diskussionen wird doch der Sache weit mehr gedient, als wenn die Ideen einzelner einfach so \u00fcbernommen werden. Das Ringen um die besten L\u00f6sungen sollte das gemeinsame Ziel aller sein. Ich bin der \u00dcberzeugung, dass die Satzungs\u00e4nderungsantr\u00e4ge von Keiko auf jeden Fall der Schaffung besserer Rahmenbedingungen f\u00fcr die Verbandsarbeit dienen sollten. Kein kleiner Mitgliedsverein wird nur um dem Verband schaden zu wollen, eine Vereinssatzung \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Ich habe es auf der VVV bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht: Die Stellungnahmen des Vorstands zu den einzelnen Punkten waren nur bedingt von Sachlichkeit gepr\u00e4gt. Es kam zu Unterstellungen und Vorw\u00fcrfen. Dies ist kein professioneller Umgang mit der Situation. Ich habe vor vielen Jahren in unserem Verein die gleichen Fehler gemacht. Zum Gl\u00fcck eskalierte die Situation nicht.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen versuchen, das Positive zu sehen. Der Mensch neigt dazu, von der Richtigkeit seiner eigenen Meinung auszugehen und gerade dies ist in Situationen wie der jetzigen ein gro\u00dfes Problem, denn genau dies hindert uns, nach einer konstruktiven f\u00fcr beide Seiten annehmbaren L\u00f6sung zu suchen.<\/p>\n<p>Der Vorstand muss die Verbandsinteressen in den Vordergrund seines Tun und Handelns stellen und dar\u00fcber hinaus in jedem Fall die Neutralit\u00e4t wahren. Dies mag m Einzelfall durchaus sehr schwer sein, ist aber f\u00fcr eine klare Sicht auf die Dinge unabdingbar.<\/p>\n<p>Vorwerfbar sind aus meiner Sicht dem Vorstand zumindest zwei sehr konkrete Punkte, die als Faktum auch unumst\u00f6\u00dflich dastehen:<\/p>\n<p>1.<br \/>\nAuf der VVV hast Du selbst einger\u00e4umt, dass es bei der Bearbeitung der Mitgliedermeldung des Keiko von Seiten des Verbands Vers\u00e4umnisse gegeben hat. Derartige Vers\u00e4umnisse m\u00fcssen ausger\u00e4umt werden.<br \/>\nGerade wenn der Vorstand Vers\u00e4umnisse eingestehen muss, so d\u00fcrfen diese Vers\u00e4umnisse nicht zum Nachteil Dritter (Keiko) werden. Diese Vers\u00e4umnisse m\u00fcssen ein Grund f\u00fcr eine Heilung des Verfahrensfehlers sein, indem der Gesch\u00e4digte so gestellt wird, als habe es diesen Verfahrensfehler nicht gegeben (Wiedereinsetzung in den vorigen Stand).<br \/>\nEin geeignetes Mittel hierf\u00fcr w\u00e4re gewesen, dass der Vorstand selbst beantragt, dass Keiko die entsprechenden Stimmrechte zugestanden werden, die diesem Verein bei korrektem Verfahren zugestanden h\u00e4tten.<br \/>\nEin derartiger Antrag kam nicht.<br \/>\nIn Eurem Rundschreiben macht ihr deutlich, dass Keiko in Anbetracht der Stimmverh\u00e4ltnisse auf die beschlossenen Antr\u00e4ge im Rahmen der letzten VVV keinen entscheidenen Einfluss h\u00e4tte aus\u00fcben k\u00f6nnen. Das ist richtig. Dabei verkennt der Vorstand aber, dass gerade dieser Punkt s\u00e4mtliche Beschl\u00fcsse der VVV angreifbar macht.<br \/>\nW\u00e4re es nicht viel einfacher gewesen, mit 2\/3 Mehrheit zu beschlie\u00dfen (wahrscheinlich sogar einstimmig), dass Keiko seine Stimmen erh\u00e4lt und fertig?<\/p>\n<p>2.<br \/>\nZum Verfahren in Bezug auf den Ausschluss von Jan vom Instructor-Training habe ich mich in meiner vorangegangen E-Mail ausf\u00fchrlich ge\u00e4u\u00dfert und ich m\u00f6chte mich nicht wiederholen.<br \/>\nAuf der SRD-Meisterschaft habe ich diesbez\u00fcglich auch mit J\u00f6rg Kohl gesprochen und meine Bedenken ausf\u00fchrlich dargelegt. Ich war von J\u00f6rg&#8217;s Reaktion, einem Achselzucken und der \u00c4u\u00dferung &#8222;Wir werden sehen!&#8220; sehr entt\u00e4uscht. Ich h\u00e4tte mir schon erwartet, dass man sich zumindest eingehender mit der Problematik und den Argumenten befasst. Sicherlich steht Jan der Rechtsweg offen &#8211; doch zu welchem Preis? M\u00fcssen wir mit unserem kleinem Verband gleich negativ in die Schlagzeilen geraten?<br \/>\nNat\u00fcrlich kann man darauf spekulieren, dass der andere nicht klagt &#8211; aber ist nicht jeder vermiedene Streit, jede gefundene L\u00f6sung mehr wert als Recht zu behalten oder Recht zu bekommen?<br \/>\nM\u00fcssen wir immer um jeden Preis unseren Willen durchsetzen?<br \/>\nK\u00f6nnen wir nicht auch einmal selbst um der Sache willen zur\u00fcckstecken?<\/p>\n<p>Wenn es um den Verband geht, muss das &#8222;WIR&#8220; eindeutig im Vordergrund stehen. Betonen wir gemeinsam das WIR, suchen WIR gemeinsam nach L\u00f6sungen und bringen WIR gemeinsam den Verband voran! Ich glaube, dass uns dies weit mehr helfen wird, als dass wir uns gegenseitig in einem unabl\u00e4ssigem Kleinkrieg weiter zerfleischen. Zeigen WIR Toleranz und Gr\u00f6\u00dfe &#8211; so k\u00f6nnen WIR gemeinsam wachsen. Ich erinnere mich noch gut an etwas, was uns Tanaka Sensei in Wien zu verstehen gab: &#8222;Gemeinsam seid Ihr stark&#8220;. Wir haben damals nicht auf ihn geh\u00f6rt, wir haben uns gestritten und getrennt und sind schw\u00e4cher geworden und dies nun schon zweimal. Ich m\u00f6chte nicht, dass dies ein weiteres Mal geschieht. WIR m\u00fcssen gemeinsam bestrebt sein, alles zu tun, um neue Mitglieder zu gewinnen und vorhandene Mitglieder zu halten. WIR m\u00fcssen den Mitgliedsvereinen als Verband ein Zuhause geben.<br \/>\nAll dies nat\u00fcrlich nicht um jeden Preis, aber fragen wir uns ehrlich: Ist unser Handeln wirklich immer beispielhaft gewesen oder haben wir uns nicht auch hin und wieder zu unbedachten Taten hinrei\u00dfen lassen?<\/p>\n<p>&#8222;Wirklich gro\u00df ist nur, wer verzeihen kann,&#8220; sagt ein altes chinesisches Sprichwort. \u00dcben wir uns in wahrer Gr\u00f6\u00dfe. Ziehen wir einen Schlussstrich und wagen einen neuen Anfang.<\/p>\n<p>Ralph<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>bitte missverstehe mein Schreiben nicht. Ich m\u00f6chte nicht die Arbeit des Vorstands kritisieren. Ich wei\u00df selbst wie schwer es ist, einen Verein zu leiten. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe mit Keiko mit Sicherheit weit weniger zu schaffen, als Ihr als Vorstand oder m\u00f6glicherweise der eine oder andere Verein. 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