{"id":723,"date":"2006-11-17T09:05:19","date_gmt":"2006-11-17T08:05:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/?p=723"},"modified":"2006-11-17T09:05:19","modified_gmt":"2006-11-17T08:05:19","slug":"kreissporttag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/kreissporttag\/","title":{"rendered":"Kreissporttag"},"content":{"rendered":"<p>Der diesj\u00e4hrige Kreissporttag des KSB stand schon im Vorfeld unter keinem guten Stern. Zwei Vereine: Kuroi Tora Dojo und SV Gr\u00fcn-Wei\u00df Thalberg hatten ihre Beitr\u00e4ge nicht entrichtet, da sie auf einem Beleg bestanden, die der KSB in Person von Herrn Detlev Leissner nicht herausgeben wollte, da diese kein Verein erhalten hatte.<!--more--> Statt dessen hatte der KSB Mahnungen versendet. In einem kl\u00e4rendem Gespr\u00e4ch zu dem der KSB eingeladen hatte, wurde mit hitzigen K\u00f6pfen diskutiert, weshalb Herr Schwinghoff (Thalberg) und Herr Stolz (Kuroi Tora) den Raum verlie\u00dfen. In Folge dessen schrieben beide separat eine E-Mail \/ Brief an alle Vereine des KSB um dazu aufzufordern, keine Einzugserm\u00e4chtigung zu erteilen und ebenfalls einen Beleg zu fordern, da der Grundsatz gelte &#8222;Keine Buchung ohne Beleg.&#8220;<\/p>\n<p>Beide verkennen, dass ein Beleg in diesem Fall entbehrlich ist. Die Abbuchung \/ \u00dcberweisung ist ein Hilfsbeleg, dessen Korrektheit sich aus der LSB-Jahresmeldung im Zusammenhang mit der Festsetzung der Mitgliedsbeitr\u00e4ge f\u00fcr das betreffende Jahr ergibt.<\/p>\n<p>Soweit zur Vorgeschichte. Von den insgesamt 191 Vereinen waren 53 Vereine mit insgesamt 71 Stimmen auf der Versammlung vertreten. Gleich zu Beginn der Versammlung stellte Herr Schwinghoff den Antrag, die Tagesordnung zu \u00e4ndern. Diesem Antrag wurde stattgegeben und vor Punkt 6 eine Diskussion einzuschieben. Diesem Antrag wurde mehrheitlich stattgegeben.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst folgten die Berichte der Sportjugend, des Kassenpr\u00fcfers, der Rechenschaftsbericht und der Kassenbericht. Der Bericht der Sportjugend, vertreten durch Herrn Thomas Richter (auch B\u00fcrgermeister der Stadt Bad Liebenwerda) war als Powerpoint-Pr\u00e4sentation gestaltet und dadurch im Vergleich zu den vorangegangenen trockenen Berichten besonders interessant. Der KSB wird seine Gesch\u00e4ftsstelle im kommenden Jahr nach Finsterwalde verlagern. Dort erh\u00e4lt er die Kaltmiete gesponsort und kann damit rund 4000 Euro einsparen. Die Sportjugend wird dann im Regenbogenhaus in Bad Liebenwerda unterkommen.<\/p>\n<p>Herr Schwinghoff ergriff dann das Wort und vertrat die Auffassung, dass der KSB sparen m\u00fcsse. Jeder Verein habe eine Vielzahl von Beitr\u00e4gen zu entrichten und das bei schwindenden Mitgliederzahlen. Viele Leute seien arbeitslos und k\u00f6nnten sich die Vereinsmitgliedschaft nicht mehr leisten. Der KSB tue schlie\u00dflich kaum etwas f\u00fcr sein Geld und nur kassieren &#8211; das sei ja wohl nichts&#8230; Zugleich wollte er einen Antrag auf Satzungs\u00e4nderung stellen, die Mitgliedsbeitr\u00e4ge auf 0 Euro festzuschreiben und seine Formulierung sah bereits eine Abstimmung vor, weshalb er von Herrn Leissner unterbrochen wurde mit dem Hinweis, dass er der Versammlungsleiter sei und \u00fcber Abstimmungen befinde. Im \u00dcbrigen sei der Antrag nicht fristgerecht eingegangen. Dies sah Herr Schwinghoff anders, da ja sein Antrag auf \u00c4nderung der Tagesordnung angenommen worden sei. Dabei verkannte er aber, dass er diesen Antrag bereits sp\u00e4testens am Anfang der Versammlung h\u00e4tte einreichen m\u00fcssen und die Versammlung diesen konkreten Antrag h\u00e4tte annehmen m\u00fcssen. Darauf wurde er von Herrn Leissner hingewiesen, wobei Herr Leissner seinerseits ebenfalls ein wenig falsch lag, denn die Satzung schlie\u00dft ausdr\u00fccklich Dringlichkeitsantr\u00e4ge auf Satzungs\u00e4nderung aus, so dass dieser Antrag ohnehin nicht h\u00e4tte angenommen werden k\u00f6nnen. Ich hatte Herrn Schwinghoff bereits im Vorfeld hierauf hingewiesen. Offensichtlich hat er jedoch meinen Hinweis nicht ernst genommen.<\/p>\n<p>Letztlich konzentrierte sich dann sein Vortrag auf den Umstand, dass der KSB nichts f\u00fcr die Vereine tue und nur immer wieder neues Geld verlange. Herr Leissner verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Beitr\u00e4ge des KSB Bad Liebenwerda mit 0.80 Euro sehr niedrig seien. Anderswo in Deutschland seien 2-4 Euro durchaus \u00fcblich. Desweiteren wird es wohl auch im kommenden Jahr beim LSB zu einer Beitragserh\u00f6hung auf 6 Euro kommen.<\/p>\n<p>Da es im Nachgang weitere Wortmeldungen gab, die die Arbeit des KSB in Frage stellten, ergriff ich auch das Wort und stellte klar, dass seitdem Herr Leissner KSB-Vorsitzender ist, hier vor Ort eine Vielzahl von Ausbildungsma\u00dfnahmen und Weiterbildungen stattfinden, die den Vereinen nicht unerhebliche Kosten ersparen. Auch gibt es Info-Flyer die \u00fcber wichtige \u00c4nderungen informieren. Alles Dinge, die es fr\u00fcher nicht gab. In Bezug auf die Mitgliederzahlen \u00e4u\u00dferte ich, dass ich bezweifle, dass diese in erster Linie auf Geldmangel in den Familien zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Denn w\u00e4hrend offenbar einige Vereine mit schwindenden Mitgliederzahlen k\u00e4mpfen, boomen zugleich die Fitness-Center. Ich glaube wohl eher, dass es eine Frage der Qualit\u00e4t ist, die wir den Mitgliedern bieten. Nicht alles kl\u00e4rt sich \u00fcber den Preis sondern in erster Linie \u00fcber Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Eine weitere Wortmeldung warf Herrn Leissner vor, dass er Mittel des Sports im Kreistag gek\u00fcrzt habe. Die Dame war Mitglied eines Bildungsausschusses. Gerade in dieser Position h\u00e4tte sie wissen m\u00fcssen, dass man in der Politik Mehrheitsmeinungen vertreten muss und Herr Leissner f\u00fcr den Sport mehr erreicht hat, als zun\u00e4chst vorgesehen war. Der aus dem Zusammenhang gerissene Vorwurf ist mehr als unfair.<\/p>\n<p>Die Mitgliedsbeitr\u00e4ge regten erneut Duskussionen an. (siehe oben) Ein gestandenes Vorstandsmitglied (wohl so um die 70 Jahre) ergriff schlie\u00dflich das Wort und meinte, es k\u00f6nne doch nicht so schwierig sein, das ganze nachzurechnen. Belege oder Rechnungen erstellen kostet Geld ebenso wie Einzel\u00fcberweisungen. Ein Vertreter des SV Preu\u00dfen Biehla machte auch gegen die W\u00fcnsche des KSB-Vorstands mobil. \u00dcberweisungen seien okay &#8230; Er verkennt offenbar, dass Einzel\u00fcberweisungen nicht nur seinem Verein, sondern auch dem KSB ein erhebliches Mehr an Arbeit und Kosten bescheren. Er f\u00fchrte auch aus, dass nicht einzusehen sei, warum Vereine im Lastschriftverfahren das Gleiche bezahlen sollen wie Vereine die per \u00dcberweisung zahlen, man sollte diesen einen Bonus einr\u00e4umen. Hier verwies Herr Leissner darauf, dass es auch einen Gegenvorschlag gibt der vorsieht, dass Vereine die nicht am Lastschriftverfahren teilnehmen, eine zus\u00e4tzliche Verwaltungsgeb\u00fchr zu entrichten haben. Hier hat er aber auch einen Fehler begangen. Diesen Antrag hatte ich n\u00e4mlich selbst schriftlich eingereicht, d.h. dieser Antrag h\u00e4tte in der Versammlung behandelt werden m\u00fcssen. Aber ist ja nicht weiter schlimm.<\/p>\n<p>Letztlich wurde beschlossen, dass die Vereine gebeten werden, am Lastschriftverfahren teilzunehmen. Die H\u00f6he der Mitgliedsbeitr\u00e4ge wurde best\u00e4tigt. Als problematisch erwies sich nach wie vor der Wunsch nach einem Beleg, der vom Vorstand als \u00fcberfl\u00fcssig angesehen wurde. Der Vorstand teilte mit, dass er gern bereit sei, nach Zahlungseingang auf Wunsch einen Beleg zu erstellen. Thomas Stolz vom Kuroi Tora Dojo (Ninjutsu-Verein in Elsterwerda) stellte sich in diesem Zusammenhang mit einer \u00c4u\u00dferung nicht besonders gut dar. In einer vorangegangenen Wortmeldung hatte er ge\u00e4u\u00dfert, dass er zu den zwei Vereinen des KSB geh\u00f6re, die ihre Beitr\u00e4ge noch immer nicht bezahlt haben. Auf die Information des Vorstands, dass auf Wunsch ein Beleg nach Zahlungseingang erstellt werde, meldete sich Thomas Stolz noch einmal zu Wort und informierte dar\u00fcber, dass er nun bereits seit 8 Monaten auf einen solchen Beleg warte. Auf diese Aussage ging ein Raunen durch den Raum, war doch allen klar, dass er seinen Beitrag noch nicht gezahlt hatte und der Beleg erst erstellt wird, wenn die Zahlung auch tats\u00e4chlich erfolgt ist &#8230;<\/p>\n<p>Es standen auch zwei Satzungs\u00e4nderungen auf der Tagesordnung. W\u00e4hrend eine Satzungs\u00e4nderung durchging, kam die zweite nicht zur Abstimmung. Es ging darum, dass die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin gleichfalls zum gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Vereinsvorstand geh\u00f6ren solle. Zwar ist diese Grundidee gut und richtig, allerdings kollidiert sie mit dem Gemeinn\u00fctzigkeitsrecht welches die Ehrenamtlichkeit der Vorstandsarbeit fordert. Ich ergriff daher das Wort und \u00e4u\u00dferte meine Bedenken worauf Herr Leissner meinte, dass wohl Rechtsanwalt, Notar und Gericht die Eintragung vorab auf Rechtm\u00e4\u00dfigkeit pr\u00fcfen w\u00fcrden. Ich entgegnete, dass diese aber nicht \u00fcber die Gemeinn\u00fctzigkeit entscheiden und der KSB allein aufgrund seiner Satzung beurteilt w\u00fcrde und damit die Gemeinn\u00fctzigkeit riskiere. Herr Leissner \u00e4u\u00dferte daraufhin, dass man heute abstimmen wolle und dann vor Eintragung diese Frage beim Finanzamt kl\u00e4ren lassen wolle. Ich hielt entgegen, dass ein derartiger Vorbehalt aus der Beschlussvorlage nicht hervorgehe. Woraufhin Herr Leissner diesen Antrag zur\u00fcckzog.<\/p>\n<p>Im Anschluss wurde die Versammlung geschlossen.<\/p>\n<p>F\u00fcr mein engagiertes Auftreten insbesondere auch zum Punkt Satzungs\u00e4nderung Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer wurde mir nach der Veranstaltung von einigen Vorstandsmitgliedern gratuliert, da diese die gleiche Auffassung hatten, Herr Leissner aber gegen diese diesen \u00c4nderungsantrag durchgeboxt hatte. Einen Ausweg zeigte ich Herrn Leissner noch auf: Er k\u00f6nnte ja einen besonderen Vertreter nach \u00a7 30 BGB bestellen, der ebenfalls weitreichende Befugnisse hat. \u00dcbrgens: Auch die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin selbst war froh dar\u00fcber, noch nicht zum Vorstand geh\u00f6ren zu m\u00fcssen, da sie dies ebenfalls nicht wollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der diesj\u00e4hrige Kreissporttag des KSB stand schon im Vorfeld unter keinem guten Stern. 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