{"id":308,"date":"1999-09-15T09:24:32","date_gmt":"1999-09-15T08:24:32","guid":{"rendered":"http:\/\/lubwart.de\/wordpress\/?p=308"},"modified":"1999-09-15T09:24:32","modified_gmt":"1999-09-15T08:24:32","slug":"projektwoche-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/projektwoche-2\/","title":{"rendered":"Projektwoche"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem Marco mich im Fr\u00fchjahr mit der Nachricht \u00fcberraschte, dass er erkl\u00e4rt habe, dass unser Verein w\u00e4hrend der in der letzten vollen Schulwoche am Liebenwerdaer Gymnasium geplanten Projektwoche auch einen Kurs anbieten w\u00fcrde, war ich zun\u00e4chst gar nicht all zu sehr erbaut. Ich erinnerte mich noch sehr gut an die letzte Projektwoche an der Realschule Thalberg &#8211; ein Graus. Marco meinte jedoch, dass die Disziplin wohl kein Problem darstellen werde. Also sagte ich zu, reichte Urlaub ein und dann nahte der Termin der Projektwoche.<!--more--><\/p>\n<p>Ich beauftragte Marco mit der Planung des Trainings f\u00fcr die Projektwoche, was allerdings leider nicht so gut funktionierte, wie ich es mir gew\u00fcnscht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Am Montag, dem ersten Tag, war ich schon m\u00e4chtig gespannt, was mich erwarten w\u00fcrde. Dreizehn Sch\u00fcler &#8211; darunter zwei M\u00e4dchen, alle vornehmlich aus den Klassen 7 bis 9, waren erschienen, um zu trainieren. Da ich davon ausgegangen war, dass auch einige unserer Vereinsmitglieder am Kurs teilnehmen w\u00fcrden (leider sah ich mich hier get\u00e4uscht), hatte ich mir ein besonderes Ziel f\u00fcr die Woche gesetzt: Die Kata Jion. &#8222;Um Himmels willen! Wie kann man denn nur so was mit kompletten Anf\u00e4ngern machen?&#8220; &#8211; werden jetzt einige sagen. Aber warum denn nicht? Jion ist eine Kata, die \u00fcberwiegend aus Grundtechniken besteht. Die verschiedenen Anwendungsm\u00f6glichkeiten der Kata erm\u00f6glichen eine gute Veranschaulichung der in den Kata enthaltenen Selbstverteidigungstechniken und nicht zuletzt w\u00fcrden die Teilnehmer die Gelegenheit haben, anstelle von monotonen Grundschul\u00fcbungen die Grundtechniken sogleich in der Anwendung \u00fcben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Am Montag erfuhr ich, dass wir statt sechs nur f\u00fcnf Unterrichtsstunden t\u00e4glich zur Verf\u00fcgung haben w\u00fcrden &#8211; so musste ich also mein gesamtes Trainingskonzept umstellen. Dank einer wirklich hervorragenden Disziplin bereitete das Training sowohl mir wie auch der Mehrzahl der Anwesenden gro\u00dfe Freude. Nach vorbereitenden Grundschul\u00fcbungen, setzte ich die einzelnen Techniken sogleich in der Kata zusammen und lie\u00df diese \u00fcben. Schon am ersten Tag konnten wir die Kata bis zum ersten Kiai \u00fcben und es blieb in der f\u00fcnften Stunde sogar noch Zeit zum \u00dcben von diversen Selbstverteidigungstechniken.<\/p>\n<p>Bei einem Gespr\u00e4ch mit dem Schuldirektor, Herrn Wendt, \u00e4u\u00dferte dieser, dass er es bedauere, dass nur so wenig Sch\u00fcler an unserem Projekt Interesse gezeigt h\u00e4tten. Er habe immerhin auf regen Zuspruch gehofft, d.h. dass ca. 30 Sch\u00fcler sich f\u00fcr unser Projekt einschreiben w\u00fcrden. Er wusste wohl nicht so recht, was er damit heraufbeschworen h\u00e4tte. Drei\u00dfig Anf\u00e4nger in einer Gruppe &#8211; die Gr\u00f6\u00dfe der Gruppe, wie sie sich jetzt darstellte war genau richtig.<\/p>ngg_shortcode_0_placeholder<p>Schon am ersten Tag musste ich eingestehen, dass die Trainingsdisziplin \u00fcberhaupt nicht mit der in Tahlberg zu vergleichen war. Alle Kursteilnehmer bem\u00fchten sich redlich mitzuhalten und trainierten eifrig und vor allem diszipliniert. Wir kamen sehr gut voran und konnten die Kata bereits am Donnerstag vormittag abschlie\u00dfen. Nat\u00fcrlich wurde die Kata auch noch weiterhin ge\u00fcbt, denn die einzelnen Techniken lie\u00dfen nat\u00fcrlich noch stark zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. In Anbetracht der Tatsache aber, dass die Teilnehmer erst seit vier Tagen mit Karate in Ber\u00fchrung gekommen waren, lief alles schon hervorragend.<\/p>\n<p>Am Samstag sollte die Projektvorstellung stattfinden. Hierzu hatten wir uns zu einer Karate-Demonstration bereit erkl\u00e4rt. Ich beauftragte Marco mit der kompletten Planung und Organisation. Leider aber lief es nicht so ab wie vorgesehen. Statt die Vorf\u00fchrungsinhalte rechtzeitig vorzubereiten und den Teilnehmern zur Verf\u00fcgung zu stellen, wurde das Programm von ihm erst zwei Tage vor dem Termin zusammen gestellt und die Vorf\u00fchrungsteilnehmer erst zu sp\u00e4t \u00fcber ihre Aufgaben informiert. Als er sich dann auch noch an die Erstellung der Musik-Kassette f\u00fcr die Vorf\u00fchrung machen sollte, bemerkte er erst einmal, wie viel Arbeit in der Ausarbeitung und Vorbereitung einer einzigen Vorf\u00fchrung steckt und dabei konnte er die bereits von mir ausgearbeiteten Texte und Vorf\u00fchrungsinhalte gr\u00f6\u00dftenteils unver\u00e4ndert \u00fcbernehmen. Allein f\u00fcr das Erstellen der Kassette ben\u00f6tigte er dann nochmals knapp drei Stunden, denn Versprecher oder andere Qualit\u00e4tsm\u00e4ngel erfordern einen Neuanfang des jeweiligen Parts.<\/p>\n<p>Die Vorf\u00fchrung am Samstag verlief trotz aller M\u00e4ngel in der Vorbereitungsphase dennoch erfreulich gut und stie\u00df auf eine gute Resonanz.<\/p>\n<p>Von den Kursteilnehmern interessierten sich zwar etliche Interesse an einer Vereinsmitgliedschaft, jedoch konnten wir bisher nur zwei von ihnen beim regul\u00e4ren Training begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem Marco mich im Fr\u00fchjahr mit der Nachricht \u00fcberraschte, dass er erkl\u00e4rt habe, dass unser Verein w\u00e4hrend der in der letzten vollen Schulwoche am Liebenwerdaer Gymnasium geplanten Projektwoche auch einen Kurs anbieten w\u00fcrde, war ich zun\u00e4chst gar nicht all zu sehr erbaut. 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