{"id":240,"date":"1997-12-16T06:49:27","date_gmt":"1997-12-16T05:49:27","guid":{"rendered":"http:\/\/lubwart.de\/wordpress\/?p=240"},"modified":"2008-02-08T06:52:57","modified_gmt":"2008-02-08T05:52:57","slug":"silvester-demo","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/silvester-demo\/","title":{"rendered":"Silvester-Demo"},"content":{"rendered":"<p>Schon im Sommer stand f\u00fcr uns ziemlich sicher fest, da\u00df wir in diesem Jahr am Silvester-Abend eine Vorf\u00fchrung haben werden, denn dies hatten wir Herrn Rose im Gegenzug f\u00fcr sein Sponsoring anl\u00e4\u00dflich unseres Sommerfestes zugesagt.<\/p>\n<p>Anfang Dezember fragte Herr Rose nochmals an, ob wir unsere Zusage noch aufrechterhalten &#8211; dies stand jedoch von jeher au\u00dfer Frage.<!--more--> Bedingt durch meine Bauma\u00dfnahmen daheim konnte ich erst recht sp\u00e4t an konkrete Vorbereitungen f\u00fcr die Demonstration gehen &#8211; jedoch klappte noch alles rechtzeitig.<\/p>\n<p>Am Montag &#8211; also drei Tage vor Silvester bereiteten wir die Tonkassetten vor. Kurz bevor wir sie fertig hatten, erhielt ich von Herrn Rose einen Anruf, ob wir nicht die Vorf\u00fchrung vielleicht doch ausfallen lassen sollten, dies lehnte ich jedoch ab, da wir zu diesem Zeitpunkt bereits zuviel Vorbereitungszeit investiert hatten.<\/p>\n<p>Einen Tag sp\u00e4ter erfuhr ich auch den Beweggrund f\u00fcr seinen Anruf. Herr Rose bef\u00fcrchtete n\u00e4mlich, da\u00df die Vorf\u00fchrung eventuell eine Wiederholung bringen k\u00f6nnte, da beim Sportlerball des SV Preussen Biehla bereits eine Kampfkunstdemonstration stattgefunden hatte. Ich konnte Herrn Rose jedoch \u00fcberzeugen, da\u00df wir aus diesem Anla\u00df ganz bestimmt nicht aufgetreten waren. Ein weiterer Beweggrund war jedoch auch die Zeit, da Herr\u00a0Rose meinte, da\u00df sich alles zu sehr nach hinten verlagern k\u00f6nnte. Ein Grund den er nicht aussprach, ich jedoch vermutete, war wohl auch das Geld. Es waren 150,&#8211; DM vereinbart gewesen. Daher schlug ich vor, das Programm etwas zu k\u00fcrzen und entsprechend auch auf einen Teil des Honorars zu verzichten, so da\u00df wir letztlich noch 100,&#8211; DM erhalten h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Der Silvesterabend r\u00fcckte heran und die Vorf\u00fchrungsteilnehmer trafen sich bei mir zum gemeinsamen Abendessen. Dann machten wir uns auf den Weg und trafen zur verabredeten Zeit (21.45) im Autohaus ein. Herr Rose sagte, wir sollten es uns noch ein wenig bequem machen, da vor uns noch eine Rollschuh-Truppe aus Chemnitz ihren Auftritt hatte &#8211; aber das sollte nicht mehr lange dauern &#8222;Gleich&#8220; &#8211; wie Herr Rose meinte. So warteten wir eben. Doch die Zeit zog sich hin. Gegen viertel elf kamen die Eltern Enricos in das Autohaus und holten Enrico ab, da es ihnen wie sie sagten langsam zu dumm wurde und sie auch noch ein wenig Silvester feiern wollten. Nur noch zu dritt mu\u00dften wir jetzt zu allem Verdru\u00df auch noch das Programm kurzfristig umtellen. Gegen halb elf trat die Rollschuh-Truppe mit einer wirklich beeindruckenden Demonstration ihres K\u00f6nnens auf.<\/p>\n<p>Jetzt stand unserem Auftritt um 22.45 Uhr eigentlich nichts mehr im Wege. Wir wollten uns gerade umziehen, als Marco herausplatze: &#8222;Du, Ralph, ich habe meine Jacke vergessen!&#8220; Auch das noch! Ich also schnell raus ins Auto und rasch nach hause, eine andere Jacke holen. Die war schnell besorgt und jetzt konnte es unserer Meinung nach losgehen, allein heute schien sich einfach alles gegen uns verschworen zu haben, denn pl\u00f6tzlich machte die Musikanlage einen Aussetzer. Nach reichlich f\u00fcnf Minuten Hektik bekam der Veranstalter dieses Problem jedoch wieder in den Griff und es konnte losgehen. Kurz nach elf war unser erster Vorf\u00fchrungsteil, der aus Kihon, Kata und Kumite bestand geschafft. Wir ernteten trotz einiger kleinerer Patzer einen gro\u00dfen Beifall.<\/p>\n<p>Nun mu\u00dften wir blo\u00df noch Oma Elfriede hinter uns bringen. Marco und ich gingen in den Umkleideraum, zogen uns um und warteten nun auf unseren letzten Auftritt f\u00fcr diesen Abend. Normalerweise h\u00e4tte es nur eine kurze Unterbrechung geben sollen, aber Herr Rose hatte noch ein Lied auf Lager und dann hie\u00df es wieder &#8222;eins hamm&#8217;er noch&#8230;&#8220;. Marco wurde immer ungeduldiger, wollte er doch Mitternacht daheim sein. Er dr\u00e4ngte mich, mit Herrn Rose zu sprechen, da\u00df wir diesen Vorf\u00fchrungsteil absagen, aber dies lehnte ich dann doch ab. Schlie\u00dflich &#8211; es war schon kurz vor halb zw\u00f6lf, ging es endlich los. Marco ob der dr\u00e4ngenden Zeit sehr genervt, verga\u00df den einen und anderen Teil der Demonstration, so da\u00df ich immer wieder improvisieren mu\u00dfte. Doch dies schien keiner der Anwesenden zu bemerken &#8211; sogar auf dem Video sah alles zum Schlu\u00df einigerma\u00dfen passabel aus.<\/p>\n<p>Die Vorf\u00fchrung war zu Ende. Wir kleideten uns rasch um, nahmen die Gage in Empfang, die sich denn doch auf 150,&#8211; DM belief, und verlie\u00dfen so um 23.42 Uhr das Autohaus.<\/p>\n<p>Ab zu mir nach hause, um die Knaller zu holen und dann gleich weiter nach Prestewitz, wo wir zusammen mit Marcos Familie das Neue Jahr willkommenhei\u00dfen wollten.<\/p>\n<p>Zwei Minuten vor Mitternacht trafen wir in Prestewitz ein und konnten im alten Jahr sogar noch in Ruhe ein Glas Punica trinken.<\/p>\n<p>Ralph P. G\u00f6rlach<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon im Sommer stand f\u00fcr uns ziemlich sicher fest, da\u00df wir in diesem Jahr am Silvester-Abend eine Vorf\u00fchrung haben werden, denn dies hatten wir Herrn Rose im Gegenzug f\u00fcr sein Sponsoring anl\u00e4\u00dflich unseres Sommerfestes zugesagt. 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