{"id":193,"date":"1997-06-16T16:25:24","date_gmt":"1997-06-16T15:25:24","guid":{"rendered":"http:\/\/lubwart.de\/wordpress\/?p=193"},"modified":"2008-04-22T09:28:58","modified_gmt":"2008-04-22T08:28:58","slug":"193","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/193\/","title":{"rendered":"Lehrgang in Berlin"},"content":{"rendered":"<p><img ALIGN=\"left\" HEIGHT=\"75\" WIDTH=\"92\" VSPACE=\"10\" HSPACE=\"10\" BORDER=\"0\" SRC=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/gallery\/970301\/thumbs\/thumbs_970302_006.jpg\" \/>Am ersten M\u00e4rzwochenende ging es nach Berlin zu Sensei Namiki. Dieser schien schon blo\u00df auf uns gewartet zu haben, um einmal so richtig zu testen, wie weit wir durchhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bei den Anf\u00e4ngern ging es da noch recht gem\u00fctlich zu, wenngleich der eine oder andere aufgrund der Restalkoholwerte doch einige kleinere Probleme hatte. Hier wurde am Vormittag Kumite ge\u00fcbt: Kihon Ippon Kumite, wobei Sensei Namiki wie stets seine Schwerpunkte auf schnelle und saubere Techniken legte, tiefer Stand usw. Dies hat einen besonderen Hintergrund: Je schneller die \u00dcbung ausgef\u00fchrt wird, desto mehr kann man trainieren!<!--more--><\/p>\n<p>Dann in der zweiten Trainingseinheit (jetzt waren die Fortgeschrittenen dran) legte Sensei Namiki los: Es wurde das gesamte Grundschulprogramm f\u00fcr die Shodan-Pr\u00fcfung absolviert und auch noch Teile des Kumite-Programms. Da einige \u00dcbungen sehr schwierig waren, differenzierte Sensei Namiki, d.h. die Blaugurte brauchten die eine oder andere \u00dcbung nicht vollst\u00e4ndig absolvieren. Die \u00dcbungen waren so anstrengend und schwei\u00dftreibend, da\u00df alle froh waren, als diese Trainingseinheit endlich vor\u00fcber war. Ich glaube, alle haben sich wirklich M\u00fche gegeben und verausgabt. Nicht zuletzt wegen Sensei Namiki&#8217;s ber\u00fchmten Satz, den er bei den Fortgeschrittenen auch in dieser Trainingseinheit einsetzte: &#8222;No spirit, no Kiai &#8211; push up!&#8220;<\/p>\n<p>Die erste Trainingseinheit war vor\u00fcber und nachdem wir uns ein wenig erholt hatten, fuhren wir zum Mittagessen nach Berlin Pankow in eine kleine Pizzeria, wo wir auch sonst zu Mittag a\u00dfen. Dieses Mal aber hatten wir hier eine sehr schlechte Bedienung erfahren m\u00fcssen&#8230;<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen ging es wieder zur\u00fcck zur Halle und wir dachten schon mit Schrecken an die n\u00e4chste Trainingsheit &#8211; wenn die erste schon so anstrengend war, wie sollte dann erst die zweite werden? Doch weit gefehlt &#8211; zumindest bei den Fortgeschrittenen ging es in der zweiten Trainingseinheit vergleichsweise gem\u00fctlich zu. Zun\u00e4chst erkl\u00e4rte Sensei Namiki sehr viel zu den verschiedenen Kumite-Formen, was einen Gro\u00dfteil der Trainingseinheit beanspruchte, bevor wir dann selbst praktisch \u00fcben durften. Leider war dieser Teil jedoch nur sehr kurz, so da\u00df man gerade einmal &#8222;hineinschnuppern&#8220; konnte.<\/p>\n<p>Der Sonntag beinhaltete dann noch eine \u00dcberraschung f\u00fcr alle Teilnehmer. Zun\u00e4chst war eine Trainingseinheit f\u00fcr alle Teilnehmer zusammen angesetzt. Kurz vor Trainingsbeginn kam Sensei Namiki in die Halle und \u00fcbernahm gleich selbst die Aufw\u00e4rmarbeit. Gemeinsames Joggen quer durch die ganze Halle &#8211; das macht echt Spa\u00df vor allem weil auch Sensei Namiki selbst mitmachte und hin wieder einen Scherz einbaute. Danach kurz Mokuso und dann ging es los: Kata war angesagt. Heute teilte Sensei Namiki die Karateka in vier Gruppen, die von jeweils verschiedenen Schwarzgurten \u00fcbernommen wurden. Sensei Namiki selbst \u00fcbernahm die Braun- und Schwarzgurte. Hier sollten alle wichtigen Shotokan Kata angefangen von den f\u00fcnf Heian Kata \u00fcber Tekki, Kanku Dai, Enpi, Jion bis Hangetsu ge\u00fcbt werden. Allerdings verk\u00fcndete Sensei Namiki gleich zu Beginn eine kleine Zusatzaufgabe: F\u00fcr jeden Fehler bei der Ausf\u00fchrung der Kata gibt es 20 Liegest\u00fctze! Gesagt getan &#8211; Dirk \u00fcbersetzte diese kleine Sache noch schnell f\u00fcr die anwesenden polnischen Schwarzgurte und schon ging es los: Heian Shodan &#8211; und prompt der erste Fehler: Auf dem R\u00fcckweg statt Oi Zuki &#8211; Age Uke. &#8222;Yame!&#8220; &#8211; schallte Sensei Namiki&#8217;s Stimme durch die Halle &#8211; &#8222;Push up!&#8220; Die ersten zwanzig waren f\u00e4llig. Dirk machte noch eine Geste wie &#8222;Ich erschie\u00dfe Dich f\u00fcr diesen Fehler.&#8220; Doch schon kurze Zeit sp\u00e4ter verlief er sich selbst in der n\u00e4chsten Kata. Nach ca. 120 Liegest\u00fctzen waren die Heian Kata endlich geschafft und es ging mit Tekki Shodan weiter.<\/p>\n<p>Kanku Dai aber setzte dem ganzen den Gipfel auf: Allein die Anfangsbewegung der Kata brachte uns rund 80 Liegest\u00fctze ein, da Sensei Namiki aufs genaueste auf die Fingerhaltung achtete. Sensei Namiki schien sich anfangs \u00fcber jeden Fehler zu freuen. Hatte er einen entdeckt h\u00f6rte man von ihm ein fr\u00f6hliches Lachen gefolgt von einem lauten &#8222;Yame!&#8220; und schon wu\u00dften alle, was auf sie wartete. Nach der Vielzahl der bisher ausgef\u00fchrten Liegest\u00fctze machte es aber den Teilnehmern schon langsam keinen Spa\u00df mehr, obgleich Sensei Namiki diese mit dem Hinweis aufzulockern versuchte, da\u00df auch er mitmachte. Sensei Namiki stand an die Wand gest\u00fctzt und beugte leicht seine Arme im Rhythmus der Liegest\u00fctze ein, machte schlie\u00dflich ebenfalls an der Wand Liegest\u00fctz auf nur einem Finger, seitw\u00e4rts, r\u00fcckw\u00e4rts &#8211; alles eigentlich sehr lustig, dazumal er auch noch st\u00f6hnte, als ob er es nicht mehr schaffen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Doch dann war der Punkt erreicht, an dem auch Sensei Namiki die vielen Liegest\u00fctze zuviel zu werden schienen. Einige Schwarzgurte hatten auch bereits schon angefangen sich gegen diese Trainingsmethode &#8222;Liegest\u00fctz&#8220; aufzulehnen. \u00c4u\u00dferungen wie &#8222;Das ist doch kein richtiges Training mehr.&#8220; waren zu vernehmen. Dann begann Dirk Leiding Sensei Namiki zu erkl\u00e4ren, da\u00df die Braungurte die Kata Kanku Dai noch nicht kennen w\u00fcrden. Sensei Namiki blickte ungl\u00e4ubig in die Runde und fragte sicherheitshalber noch einmal nach. Dirk erkl\u00e4rte dann noch einmal auf deutsch und fragte die anwesenden Braungurte: &#8222;Ihr kennt doch die Kata Kanku Dai noch nicht, ihr seid diese Kata doch noch nie gelaufen&#8230;!?&#8220; und sch\u00fcttelte dazu den Kopf, so da\u00df auch der letzte wissen mu\u00dfte, wie er zu antworten hatte.<\/p>\n<p>Sensei Namiki lie\u00df es dabei bewenden und erkl\u00e4rte daher die Kata von Anfang an und lie\u00df sie dann \u00fcben, so da\u00df allen geholfen war.<\/p>\n<p>Von unserem Verein waren bei diesem Lehrgang leider blo\u00df f\u00fcnf Mitglieder vertreten, der gewi\u00df wieder viel Neues mit auf den Nachhauseweg gab. Vielleicht sind es ja beim n\u00e4chsten Mal (im Oktober) ein paar mehr Mitglieder, die die Gelegenheit bei Sensei Namiki zu trainieren nutzen.<\/p>ngg_shortcode_0_placeholder<p>Ralph P. G\u00f6rlach<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am ersten M\u00e4rzwochenende ging es nach Berlin zu Sensei Namiki. Dieser schien schon blo\u00df auf uns gewartet zu haben, um einmal so richtig zu testen, wie weit wir durchhalten k\u00f6nnen. Bei den Anf\u00e4ngern ging es da noch recht gem\u00fctlich zu, wenngleich der eine oder andere aufgrund der Restalkoholwerte doch einige kleinere Probleme hatte. Hier wurde [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[143],"tags":[],"class_list":["post-193","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/193"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=193"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/193\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=193"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=193"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=193"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}