{"id":123,"date":"1995-10-15T14:38:22","date_gmt":"1995-10-15T13:38:22","guid":{"rendered":"http:\/\/lubwart.de\/wordpress\/?p=123"},"modified":"2008-04-18T10:36:17","modified_gmt":"2008-04-18T09:36:17","slug":"karate-sommer-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/karate-sommer-in-berlin\/","title":{"rendered":"Karate-Sommer in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Special Karate Summer Course<img ALIGN=\"left\" HEIGHT=\"75\" WIDTH=\"100\" VSPACE=\"10\" HSPACE=\"10\" BORDER=\"0\" SRC=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/gallery\/950714\/thumbs\/thumbs_950701_012.jpg\" \/><\/p>\n<p>Als Trainer waren diesmal Sensei Ohta und Sensei Otake erschienen, da Sensei Enoeda leider verhindert war.<\/p>\n<p>Sensei Ohta war schon mehrmals in Berlin als Trainer zu Gast. Auch Sensei Otake ist hier kein Unbekannter. Er leitete schlie\u00dflich den 1.Special Karate Summer Course 1993 zusammen mit Sensei Enoeda.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Endlich war es mal wieder so weit: Der Monat Juli nahte heran und nat\u00fcrlich freute ich mich ungemein auf das damit f\u00fcr mich schon fast obligatorische Sommertrainingslager in Berlin. Doch dann kam f\u00fcr mich die herbe Entt\u00e4uschung: Ich bekam einfach keinen Urlaub f\u00fcr ausgerechnet jene eine Woche. Zum Gl\u00fcck aber gelang es mir, so in den Dienstplan zu kommen, da\u00df ich wenigstens Gelegenheit hatte, an zwei Tagen nach Berlin zu fahren.<\/p>\n<p>So fragte ich denn auch im Verein herum, ob nicht vielleicht noch jemand mitkommen wolle. Allein trotz der vielen, die noch im Fr\u00fchjahr ihr Interesse bekundet hatten, fanden sich nur zwei: Thomas und Marco.<\/p>\n<p>Also machte sich unser Trio am Mittwochmorgen in aller Fr\u00fche auf den Weg, um rechtzeitig in Berlin anzukommen, sollte doch der Lehrgang diesmal in einer anderen Halle stattfinden, die mir g\u00e4nzlich unbekannt war, was f\u00fcr uns nur eines bedeuten konnte: Stadtplan raus und suchen.<\/p>\n<p>Kaum in Berlin angekommen ging der \u00c4rger dann auch schon los: Hier eine Baustelle, dort eine gesperrte Zufahrt und schon waren wir ganz sch\u00f6n durcheinander. Dann verfuhren wir uns auch gleich noch mehrmals, bis wir endlich den richtigen Weg gefunden hatten. Trotz alledem kamen wir aber mehr als p\u00fcnktlich an und fanden sogar noch einen Parkplatz direkt vor der Halle. Drinnen trafen wir auch gleich ein bekanntes Gesicht: Siggi &#8211; also waren wir auf jeden Fall in der richtigen Halle gelandet.<\/p>ngg_shortcode_0_placeholder<p>In der Halle selbst war schon eine beachtliche Anzahl Karateka versammelt. So in etwa 150 Teilnehmer werden wohl schon zusammen gekommen sein. War man von Wien oder den letzten beiden Jahren her noch eine betr\u00e4chtliche Anzahl von Dantr\u00e4gern und Braungurten gew\u00f6hnt, so konnte man diese hier fast schon an den Fingern abz\u00e4hlen. Aber eines ist sicher: Je kleiner die Gruppe, desto gr\u00f6\u00dfer der Lerneffekt, da der Lehrer nat\u00fcrlich mehr auf den Einzelnen eingehen kann.<\/p>\n<p>Kurz vor 10 Uhr betraten dann die beiden Meister Sensei Ohta (seines Zeichens Assistenztrainer von Shihan Enoeda, der selbst leider nicht kommen konnte) und Sensei Otake (Chief-Instructor Griechenland) die Halle. Ganz anders als in Wien tat sich hier noch nichts. In Wien n\u00e4mlich nahmen alle Karateka sofort Aufstellung, sobald die Meister das Dojo betraten. Das hier nichts dergleichen geschah, ist sicherlich auch einer der gro\u00dfen Kritikpunkte Sensei Fujinagas, hat aber auch einen nicht zu untersch\u00e4tzenden Vorteil: Man hat so Gelegenheit, die Meister doch noch das eine oder andere zu fragen, was nach dem Training schon nahezu unm\u00f6glich war, verschwanden sie doch immer relativ schnell aus dem Dojo.<\/p>\n<p>Dann endlich begann das Training. Wie gewohnt wurden die Karateka in zwei Gruppen unterteilt: Wei\u00df bis Gr\u00fcn und Blau bis Dan. Die Meister selbst wechselten sich immer ab, so da\u00df jeder in den Genu\u00df kam, einmal bei Sensei Ohta und einmal bei Sensei Otake zu trainieren. Am Vormittag stand zumeist Partnertraining auf dem Programm. Dies beinhaltete dem Programm. Dies beinhaltete zun\u00e4chst eine solide Grundschule, wobei die Meister nat\u00fcrlich gro\u00dfen Wert auf die exakte Ausf\u00fchrung der Techniken legten, und deren anschlie\u00dfender Umsetzung am Partner. Am Nachmittag wurde Kata ge\u00fcbt. In der Unterstufe waren dies die Heian Kata Heian Sandan und Heian Yondan, w\u00e4hrend die Oberstufe die Kata Jion, Heian Godan und Bassai Dai \u00fcbte.<\/p>\n<p>Insbesondere das Kata-Training war wieder einmal \u00e4u\u00dferst lehrreich &#8211; lernte man doch wieder einige neue Applikationen. Dazu kommt, da\u00df man wieder einige kleinere Fehler aufgezeigt bekam, die es nun auszumerzen gilt. Einmal mehr hat sich gerade hier gezeigt, da\u00df man niemals alles kann. Immer gibt es jemanden, der es besser kann und dem sollte man nat\u00fcrlich nacheifern.<\/p>\n<p>Im Grundschultraining zeigte Sensei Ohta wieder einmal seine Spezialtechniken. D.h. an sich ganz normale Techniken, aber diese werden aus allerlei m\u00f6glichen und unm\u00f6glichen Drehungen und Wendungen heraus ausgef\u00fchrt, so da\u00df man zum Schlu\u00df schon nicht mehr wei\u00df, in welche Richtung man sich zuerst drehen soll, um die Technik am Ende dann doch noch richtig anbringen zu k\u00f6nnen. Besonders schwierig seine Fu\u00dftechniken mit dem vorderen Fu\u00df. Dabei verlangt er beispielsweise eine schnelle R\u00fcckw\u00e4rtsbewegung zum Ausweichen, doch soll man fast im selben Moment mit dem vorderen Bein eine Kontertechnik ausf\u00fchren. Dies war nat\u00fcrlich nicht so einfach, wenngleich Sensei Ohta dies mit einer bewundernswerten Leichtigkeit demonstrierte. Auch sein schon fast sprichw\u00f6rtliches &#8222;Easy!&#8220; half dar\u00fcber nicht hinweg, da\u00df so ziemlich jeder Schwierigkeiten hatte.<\/p>\n<p>Auch Sensei Otake machte seinem Namen wieder alle Ehre. Neben seiner altbekannten Technik &#8218;Reingleiten mit Gyaku Zuki&#8216; (auf verschiedenste Art und Weise) und entsprechenden Abwehr- und Kontertechniken des Partners zeigte er, da\u00df er den Spitznamen &#8222;Gummib\u00e4rchen Otake&#8220; (den erhielt er \u00fcbrigens vor zwei Jahren von Anne) zu recht tr\u00e4gt. Er bringt es n\u00e4mlich fertig zu sagen: &#8222;Locker in die Gr\u00e4tsche gehen&#8220; (zum Dehnen) &#8211; und schon ehe man sich&#8217;s versieht ist er unten, w\u00e4hrend sich alle anderen m\u00e4chtig anstrengen m\u00fcssen, es ihm gleich zu tun&#8230;<\/p>\n<p>Soweit \u00fcber das Training. Mittags waren wir \u00fcbrigens immer bei McDonald&#8217;s essen &#8211; oder, wie Marco sich auszudr\u00fccken beliebte, bei Mac Kotz. Dort verga\u00df er denn auch am Donnerstag seine G\u00fcrteltasche mit s\u00e4mtlichen Papieren, Geld usw. Gl\u00fccklicherweise aber lag noch alles unber\u00fchrt da, als wir eigens eine reichliche Stunde sp\u00e4ter noch einmal hinfuhren.<\/p>\n<p>Am Mittwochabend war Lehrgangsfete. Zuvor jedoch gingen wir noch zum Chinesen essen &#8211; so wie es sich f\u00fcr einen richtigen Lehrgang auch geh\u00f6rt. Anschlie\u00dfend fuhren wir zur Halle, wo die Party stattfinden sollte. Dort standen wir auch eine ganze Weile herum, unterhielten uns, aber so richtige Party-Stimmung wollte einfach nicht aufkommen. Sensei Ohta schwang zwar kr\u00e4ftig das Tanzbein, doch dies gen\u00fcgte nicht, um mehr Leben auf die Tanzfl\u00e4che zu rufen. So beschlossen wir, wieder zur Halle zur\u00fcckzufahren und uns Am n\u00e4chsten Morgen erfuhren wir, da\u00df die Pr\u00fcfungen nicht wie erst vorgesehen, am Abend stattfinden sollten, sondern bereits nach der ersten Trainingseinheit. Das Training ging schnell vorbei und dann fieberten Thomas und Marco ihrer bevorstehenden Pr\u00fcfung entgegen. Ob sie aufgeregt waren? Ganz und gar nicht, oder vielleicht doch so ein ganz gro\u00dfes Bi\u00dfchen&#8230; war es doch das erste Mal, da\u00df sie bei jemanden die Pr\u00fcfung ablegen w\u00fcrden, den sie vermutlich gar nicht kannten &#8211; und wer wei\u00df wie der pr\u00fcft&#8230; Etwas ruhiger wurden sie aber, als sie erfuhren, da\u00df Siggi Gelz die Pr\u00fcfung abnehmen w\u00fcrde. Durch die Aufregung kam dann auch der eine oder andere kleinere Fehler zustande. Alles in allem aber kann man sagen, da\u00df beide eine gute Pr\u00fcfung absolviert haben. Marco und Thomas haben nun also den 6. Kyu. Ihnen beiden auf diesem Wege noch einmal recht herzlichen Gl\u00fcckwunsch!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Special Karate Summer Course Als Trainer waren diesmal Sensei Ohta und Sensei Otake erschienen, da Sensei Enoeda leider verhindert war. Sensei Ohta war schon mehrmals in Berlin als Trainer zu Gast. Auch Sensei Otake ist hier kein Unbekannter. 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