{"id":1158,"date":"2008-02-26T10:47:00","date_gmt":"2008-02-26T09:47:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/?page_id=1158"},"modified":"2008-02-26T10:47:00","modified_gmt":"2008-02-26T09:47:00","slug":"ein-leben-lang","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/karate-and-more\/hintergrunde\/verschiedenes\/ein-leben-lang\/","title":{"rendered":"Ein Leben lang"},"content":{"rendered":"<p>Karate, ein langer Weg. Er dauert ein Leben lang. Es gibt 9 Farbgurte und 10 Schwarzgurte.<\/p>\n<p>Karate, alte Kunst der Selbstverteidigung. Mit der leeren Hand, ohne Waffen und einem hohen Wissensstand. Es darf niemals dumme Karateka geben. Sie sollen nicht nur im Training, mit ihren Techniken gut sein, sondern auch in der Schule &#8211; Karate lehrt schlie\u00dflich auch den Geist. Man denke sich doch mal, gebe es dumme Karateka: Jeder w\u00fcrde sich lustig \u00fcber sie machen. Der Sinn des Karate w\u00fcrde verloren gehen. Diese wahre Lebenskunst, welche schon seit Jahrhunderten existiert. Diese Kunst zerst\u00f6ren &#8211; wie k\u00f6nnte man nur&#8230;<\/p>\n<p>Karate, Faszination pur, f\u00fcr jenen, der in der Lage ist diese Kampfkunst zu verstehen.<\/p>\n<p>&#8211; Man kann die Bedeutung des Karate schlecht in Worte fassen oder jemanden \u00fcber Karate erz\u00e4hlen &#8211; unm\u00f6glich. Karate mu\u00df man erleben &#8211; am eigenen K\u00f6rper &#8211; einfach leben und trainieren Jahr f\u00fcr Jahr&#8230; ein Leben lang<\/p>\n<p>Karate besteht aus Kihon (Grundschule), Kata (formelle Bewegungen, die in vorgeschriebenen Richtungen ablaufen) und dem Kumite (Partnertraining).<\/p>\n<p>Kumite und Kata sind dabei die 2 R\u00e4der eines Wagens, die durch Kihon, wie ein R\u00fcckrad miteinander verbunden sind. Somit sind Kumite und Kata die grundlegendsten Formen des Karatetrainings&#8230;<\/p>\n<p>Sowie bei Kihon und Kata verschiedenste Ausf\u00fchrungen bzw. Bewegungen-und Abl\u00e4ufe ge\u00fcbt werden, so werden auch bei Kumite die 3. verschiedenen Grundtypen trainiert:<\/p>\n<p>1. Kihon Kumite (\u00dcbung der Grundtechniken am Partner)<\/p>\n<p>2. Kihon Ippon Kumite (lernen von Bewegungen am Gegner)<\/p>\n<p>3. Jiyu Kumite (soll Ernstfall trainieren &#8211; echter Kampf)<\/p>\n<p>Wenn der Karateka im Kumite mit seinem Trainingspartner trainiert, darf eins niemals verloren gehen: Karateka trainieren nicht, gegeneinander, sondern miteinander. Karate ist nicht daf\u00fcr da, blaue Flecke zu verteilen.<\/p>\n<p>Dabei darf ich jedoch keine laschen Techniken, ja sogar welche, die sowieso nie treffen w\u00fcrden ausf\u00fchren, sondern mu\u00df einen starken und zielgenauen Angriff ausf\u00fchren &#8211; pr\u00e4zise. Dieser Angriff mu\u00df Kime (An-und Entspannung &#8211; Unterschied zwischen harten und weichen Techniken) haben.<\/p>\n<p>Kime ist das eigentliche Herz des Karate bzw. einer Technik. Die Technik an sich ist nur die Kleidung des Kime (der K\u00f6rper) &#8211; sie macht Kime deutlich. Dabei ist auch wichtig, die Techniken grundschulm\u00e4\u00dfig (Kihon) auszuf\u00fchren d.h. alle Techniken in der Kata, sowie auch im Kumite m\u00fcssen genauso stark und sauber ausgef\u00fchrt werden wie in der Grundschule&#8230;<\/p>\n<p><strong>Karate ist nicht gleich Karate!<\/strong><\/p>\n<p>Jener, der nur Kumite oder Kata oder Kihon trainiert, macht noch lange nicht Karate. Eine Spezialisierung auf eines der drei Bestandteile wird ausgeschlossen. Man mu\u00df in allen 3 S\u00e4ulen des Karate gut sein. Nur jener, der alle drei S\u00e4ulen des Karate, wenn m\u00f6glich t\u00e4glich trainiert, der macht Karate, der wird den Sinn des Karate verstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch jener, der schon seit Jahren trainiert, ist zwar ein Karateka, aber kann noch lange nicht Karate. Jener versucht zwar Karate zu erlernen, wird aber niemals Karate k\u00f6nnen. Um Karate zu k\u00f6nnen, braucht&#8217;s ein Leben lang &#8211; ein langer Weg.<\/p>\n<p><strong>Was ist denn nun der Sinn des Karate?<\/strong><\/p>\n<p>Verbesserung des K\u00f6rpers und des Geistes &#8211; ganz besonders des Geistes. Karate darf also nicht in seine Bestandteile zerbrochen werden, sondern mu\u00df eins bleiben.<\/p>\n<p>H\u00fcte sich jeder nieder-graduierter Karateka in der Schule zu behaupten: &#8222;Pa\u00df blo\u00df auf was du sagst, ich kann Karate!!! Oder willst du ein par auf&#8217;s Maul?&#8220; Jener darf es nicht wagen, sich Karateka zu nennen, denn der Karateka ist bescheiden, ruhig und mu\u00df einer solchen Situation aus dem Weg gehen. Karateka lassen sich nicht provozieren &#8211; sie lassen sich niemals auf eine Schl\u00e4gerei ein &#8211; niemals. Dies w\u00fcrde gegen einer der wichtigsten Regeln des Karate versto\u00dfen: &#8222;Es gibt keinen ersten Angriff&#8220;. Karate hei\u00dft: &#8230;Form der Verteidigung&#8230; und nicht des Angriffes. Nur jener, der den Sinn des Karate verstanden hat, der kann aus einer brenzligen Situation ohne seine F\u00e4uste zu ballen und wild um sich zu schlagen entfleuchen. Nur jener wird sich geistig von den Anderen sehr deutlich unterscheiden. Ein Karateka, der dies nicht vermag ist keiner und hat den Sinn des Karate nicht verstanden.<\/p>\n<p><strong>&#8222;The Power of martial art&#8220; &#8211; und Techniken wie aus Stahl.<\/strong><\/p>\n<p>Um eine effektive Karatetechnik zu bekommen, mu\u00df der Karateka lernen, seine geistige Kraft mit der k\u00f6rperlichen zu vereinigen. Die geistige Kraft soll die K\u00f6rperliche dann wie ein Lenkrad steuern. Also kann ein Karateka mit einem schwachen K\u00f6rper, jedoch mit einem starken Geist, eine sehr effektive Karatetechnik ausf\u00fchren &#8211; durch Kime. Kraft hat jeder, es ist nur schwer, sie richtig einzusetzen &#8211; sprich Technik.<\/p>\n<p>Ferner mu\u00df eine Karatetechnik aber auch einen gewissen Endpunkt haben, dem Kime. Dabei werden beim Ausatmen alle K\u00f6rperteile angespannt. Aber nur f\u00fcr den kurzen Augenblick einer halben Sekunde. Kime kommt nur durch volle Konzentration und der richtigen Atmung zu Stande. Nur dann wird der Karateka zu einer effektiven Technik kommen. Niemals wird er eine gute Karatetechnik ausf\u00fchren k\u00f6nnen, wenn er sich nicht konzentriert und in der Weltgeschichte herumschaut. Der Karateka mu\u00df sich konzentriert einen Gegner vor dem geistigen Auge vorstellen. Nur so wird er seine Technik real gestalten k\u00f6nnen. Ohne Kime ist Karate nur Ballett, jedoch keine Kampfkunst.<\/p>\n<p>In der Grundschule, sowie bei der Kata, aber auch im Kumite mu\u00df der Karateka seine Techniken so stark und effektiv ausf\u00fchren, als w\u00e4re er in einer Gefahrensituation, in der er sein eigenes Leben oder das eines Anderen retten mu\u00df.<\/p>\n<p>Nur durch diese Aspekte kommt eine gute Karatetechnik zustande &#8211; jedoch geh\u00f6rt der eigene Kampfgeist auch zu diesen Aspekten &#8211; er macht das Unm\u00f6gliche m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Hermann Hesse: &#8222;Damit das Unm\u00f6gliche m\u00f6glich wird, mu\u00df immer erst das Unm\u00f6gliche versucht werden.&#8220;<\/p>\n<p>Ohne dieser Aspekte oder nur mit einem Fehlenden wird die Karatetechnik v\u00f6llig wirkungslos sein und das was ich mache wird nie Karate sein &#8211; nur Ballett<\/p>\n<p>Karate-do: Der Weg der leeren Hand. Ein langer, schwieriger Weg &#8211; mit Steinen \u00fcbers\u00e4t &#8211; kein leichter.<\/p>\n<p>Zwar ist der Horizont unerreichbar, jedoch kommt ihm immer n\u00e4her &#8211; immer n\u00e4her.<\/p>\n<p>Bis zum Sensei.<\/p>\n<p>Marco Ke\u00dfler<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karate, ein langer Weg. Er dauert ein Leben lang. Es gibt 9 Farbgurte und 10 Schwarzgurte. Karate, alte Kunst der Selbstverteidigung. Mit der leeren Hand, ohne Waffen und einem hohen Wissensstand. Es darf niemals dumme Karateka geben. 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