{"id":1121,"date":"2008-02-26T09:03:41","date_gmt":"2008-02-26T08:03:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/?page_id=1121"},"modified":"2008-02-26T09:03:41","modified_gmt":"2008-02-26T08:03:41","slug":"jka-instruktor-lizenz","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/karate-and-more\/hintergrunde\/sensei-im-interview\/jka-instruktor-lizenz\/","title":{"rendered":"JKA-Instruktor-Lizenz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sensei, sie sind im Besitz einer offiziellen JKA-Instruktorlizenz. Bitte erz\u00e4hlen Sie uns, wie sie JKA-Instruktor geworden sind.<\/strong><\/p>\n<p>1962 habe ich meine Shodan-Pr\u00fcfung (Sensei geh\u00f6rt zur ersten Gruppe von Dan-Pr\u00fcflingen der JKA in Amerika \u00fcberhaupt.) bestanden. Unsere Lehrer Okazaki-sensei, Nishiyama-sensei (Nishiyama-sensei wurde urspr\u00fcnglich als Vertreter der JKA f\u00fcr die Westk\u00fcste der USA entsandt.) und Nakayama-sensei (Nakayama-sensei leitete als langj\u00e4hriger Chief-instructor der JKA zahlreiche Lehrg\u00e4nge in den USA und hat auch die ersten Danpr\u00fcfungen dort abgenommen.) sagten uns anschlie\u00dfend, dass es nicht genug sei, nur ein guter Karateka zu sein, sondern wir auch lernen m\u00fcssten, wie man andere unterrichtet.<\/p>\n<p>Deshalb hat die JKA ein eigenes Instruktorenprogramm in den Staaten ins Leben gerufen. Die USA umfassen ein so gro\u00dfes Gebiet, dass unsere Lehrer Hilfe brauchten, um in den verschiedenen Gebieten Unterricht anbieten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als der Kurs begann, konnten wir sehen, wie Recht sie hatten. Allerdings beendeten nur drei von anf\u00e4nglich 20 Kandidaten das Programm. Als Ganztagsprogramm erforderte es totale Hingabe.<\/p>\n<p>Ohne ein Programm, so wie es damals unterrichtet wurde, halte ich es f\u00fcr unm\u00f6glich, ein guter Instruktor zu werden. Der Kurs war in zwei Teile aufgegliedert: das k\u00f6rperliche Training und die Theorie. Beide Teile waren gleichbedeutend wichtig.<\/p>\n<p>Solange allerdings der K\u00f6rper sich nicht vollkommen verausgabt hat, kann der geistige Teil nicht richtig verstanden werden. Wenn man alles gegeben hat, vollkommen ersch\u00f6pft ist, dann wird man entdecken, was einen dar\u00fcber hinaus f\u00fchrt. Lassen Sie mich hierzu eine kleine Geschichte erz\u00e4hlen:<\/p>\n<p>Eines Tages fragten wir Okazaki-sensei, der gerade den Kurs leitete, ob wir auch Meditation \u00fcben werden. Am n\u00e4chsten Tage haben wir dann Meditation ge\u00fcbt! Sensei forderte uns auf, Zenkutsu-dachi einzunehmen \u2013 und das war das letzte, was er f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Stunden zu uns sagte! Der Sinn von Meditation kann ohne solche M\u00fchen nicht verstanden werden. Ein solches Training gibt einem innere St\u00e4rke und Vertrauen. Man ist mit sich selbst allein \u2013 ganz auf sich gestellt. Daraus entspringt die Kraft, die ein Instruktor braucht. Deshalb muss ein Instruktor auch diese Art von Training durchlaufen.<br \/>\nWill man wirklich bessere Karateka, so braucht man zuallererst gut ausgebildete und f\u00e4hige Instruktoren. Diese m\u00fcssen in den Prinzipien der Techniken und nicht nur den Techniken selbst geschult sein.<\/p>\n<p><em>Dieses Interview wird auf dieser Seite mit freundlicher Genehmigung von Arnfried Krause, ver\u00f6ffentlicht. Die Texte sind seiner Webseite entnommen, die unter http:\/\/www.shotokan-demmin.de erreichbar ist.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sensei, sie sind im Besitz einer offiziellen JKA-Instruktorlizenz. 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