{"id":1078,"date":"2008-02-25T19:17:00","date_gmt":"2008-02-25T18:17:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/?page_id=1078"},"modified":"2008-02-28T12:17:26","modified_gmt":"2008-02-28T11:17:26","slug":"kekomi-und-keage","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/karate-and-more\/trainingbereiche\/kekomi-und-keage\/","title":{"rendered":"Kekomi und Keage"},"content":{"rendered":"<p>Im Karate gibt es die Unterscheidung zwischen Kekomi und Keage nur bei zwei Fu\u00dftechniken, und zwar bei Mae Geri und Yoko Geri. Die anderen Fu\u00dftechniken lassen aufgrund ihrer Eigenart keine solche Differenzierung zu. Der wesentliche Unterschied bei der Ausf\u00fchrung von Kekomi und Keage liegt im unterschiedlichen Einsatz der H\u00fcfte.<\/p>\n<p>Fu\u00dftechniken werden wie Ihr wisst in zwei Kategorien eingeteilt: in Kekomi und Keage. Auch die deutsche Sprache kennt f\u00fcr diese beiden Ausf\u00fchrungsformen zwei Entsprechungen: Fu\u00dfsto\u00df und Fu\u00dftritt.<\/p>\n<p>Umgangssprachlich h\u00f6rt man h\u00e4ufig das Wort &#8222;stauchen&#8220;, das alles einschlie\u00dft. Mit &#8222;Stauchen&#8220; jedoch bezeichnet man unkontrolliertes Treten, denn ein in der Kampfkunst bewanderter Mensch staucht nicht, sondern tritt. Unter Treten in diesem Sinne versteht man die Ausf\u00fchrung eines Trittes unter Beachtung der in der jeweiligen Kampfkunst geltenden Richtlinien.<\/p>\n<table CLASS=\"\">\n<tr>\n<td CLASS=\"\">Yoko Geri Keage<\/td>\n<td CLASS=\"\">Yoko Geri Kekomi<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td CLASS=\"\"><a TARGET=\"_blank\" HREF=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kygkaa.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kygkaa.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td CLASS=\"\"><a TARGET=\"_blank\" HREF=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kygkkk.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kygkkk.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Keage bezeichnet einen Fu\u00dftritt. Dieser Fu\u00dftritt ist durch ein &#8222;Schnappen&#8220; des Beines im Kniegelenk gekennzeichnet. Das Knie wird hierbei wie gew\u00f6hnlich hoch angezogen und dann wird der Unterschenkel schnell und kraftvoll nach vorn und wieder zur\u00fcck geschnellt (Schnappbewegung). Die H\u00fcfte wird hierbei nach oben &#8222;ge\u00f6ffnet&#8220;, d.h., dass Becken wird bei Ausf\u00fchrung des Tritts leicht nach oben angekippt. Beim Keage ist die Kraft nach oben gerichtet. Man tritt also von unten nach oben beispielsweise gegen das Kinn, in die Achsel oder gegen den Solarplexus. Der Fu\u00df bewegt sich dabei auf einer Kreisbahn zum Ziel.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ausf\u00fchrung des Yoko Geri Keage gibt es verschiedene Lehrmeinungen. Die einen vertreten die Auffassung, das Knie (und damit das ganze tretende Bein) sei eng am K\u00f6rper anzuziehen, also wie bei Mae Geri (H\u00fcfte geschlossen). Die andere Lehrmeinung schreibt das Anziehen Anziehen des tretenden Beines in einem Winkel von 45\u00b0 zum Standbein vor (die H\u00fcfte ist dadurch leicht ge\u00f6ffnet, Knie zeigt schr\u00e4g nach vorn). Der Weg des Fu\u00dfes ist bei beiden M\u00f6glichkeiten der gleiche, denn der Fu\u00df des tretenden Beines befindet sich in seinem Ausgangs- und Endpunkt stets am Knie des Standbeines. Von dort aus wird der Fu\u00df durch die Schnappbewegung des Kniegelenkes und einer leichten unterst\u00fctzenden H\u00fcftdrehung (&#8222;\u00d6ffnen der H\u00fcfte nach oben&#8220;) zum Ziel &#8222;geschleudert&#8220;.<\/p>\n<p>Beachtet den deutlich verschiedenen H\u00fcfteinsatz bei Keage und Kekomi:<\/p>\n<table CLASS=\"\">\n<tr>\n<td CLASS=\"\">Yoko Geri Keage<\/td>\n<td CLASS=\"\">Yoko Geri Kekomi<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td CLASS=\"\"><a TARGET=\"_blank\" HREF=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kygka.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kygka.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td CLASS=\"\"><a TARGET=\"_blank\" HREF=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kygkk.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kygkk.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Ihr erkennt, dass die erste M\u00f6glichkeit einen st\u00e4rkeren H\u00fcfteinsatz erm\u00f6glicht, als die zweite Variante, denn bei der ersten Variante ist die H\u00fcfte zu Beginn der Bewegung geschlossen, wohingegen die H\u00fcfte bei der zweiten Variante bereits leicht ge\u00f6ffnet ist. Die zweite Variante aber l\u00e4sst eine schnellere Ausf\u00fchrung der Technik zu, da dass Knie, welches den Dreh- und Angelpunkt der ganzen Technik bildet, dem Ziel schon ein wenig n\u00e4her ist. Abschlie\u00dfend ist zu bemerken, dass keine der aufgezeigten Varianten falsch ist. Jeder sollte selbst entscheiden, welche der beiden er vorzieht und deshalb \u00fcbt und anwendet.<\/p>\n<p>Kekomi ist der Fu\u00dfsto\u00df oder auch &#8222;Stechtritt&#8220;. Dieser ist durch einen besonders starken H\u00fcfteinsatz nach vorn (in Richtung des Fu\u00dfsto\u00dfes) gekennzeichnet. Nach Anziehen des Knies wird der Fu\u00df unter gleichzeitigem starken Vorsto\u00dfen der H\u00fcfte gerade nach vorn gestreckt; man &#8222;sticht&#8220; mit diesem Sto\u00df durch das Ziel (z.B. Solarplexus) hindurch; der Kraftvektor ist nach vorn gerichtet. Besonderes Augenmerk gilt hierbei dem richtigen H\u00fcfteinsatz. Beim Anziehen des Beines ist die H\u00fcfte geschlossen (einer zusammengedr\u00fcckten Biegehantel vergleichbar). Bei der Ausf\u00fchrung des Fu\u00dfsto\u00dfes aber wird die H\u00fcfte nach vorn katapultiert; sie wird ge\u00f6ffnet (loslassen der Biegehantel).<\/p>\n<table CLASS=\"\">\n<tr>\n<td CLASS=\"\">Knie anziehen<\/td>\n<td CLASS=\"\">H\u00fcfte vorsto\u00dfen<\/td>\n<td CLASS=\"\">Fu\u00df vorsto\u00dfen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td CLASS=\"\"><a TARGET=\"_blank\" HREF=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kmg1.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kmg1.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td CLASS=\"\"><a TARGET=\"_blank\" HREF=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kmg3.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kmg3.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td CLASS=\"\"><a TARGET=\"_blank\" HREF=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/ymg2.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/ymg2.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Zum Abschluss eine kurze Zusammenfassung.<\/p>\n<p>Keage ist ein kurzer Tritt, bei dem die Kraft nach oben gerichtet ist. Die Technik ist durch die Schnappbewegung im Kniegelenk und den leicht nach oben gerichteten H\u00fcfteinsatz gekennzeichnet. Der Fu\u00df beschreibt beim Tritt eine Kreisbahn zum Ziel und trifft von unten auf das Ziel.<\/p>\n<table CLASS=\"\">\n<tr>\n<td CLASS=\"\"><a TARGET=\"_blank\" HREF=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kkoshi.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.bushido-lubwart.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/kkoshi.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td CLASS=\"\">H\u00fcfteinsatz &#8211; Dieses Vorsto\u00dfen der H\u00fcfte muss intensiv ge\u00fcbt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Der Fu\u00dfsto\u00df Kekomi ist ein langer, nach vorn gerichteter Sto\u00df. Charakterisierend f\u00fcr den Fu\u00dfsto\u00df ist der starke nach vorn gerichtete H\u00fcfteinsatz. Bei der Ausf\u00fchrung des Sto\u00dfes sollte man das Gef\u00fchl haben, da\u00df der Sto\u00df das Ziel nicht &#8222;wegschiebt&#8220;, sondern durch das Ziel &#8222;hindurchsticht&#8220; (Stechtritt). Um dies zu erreichen, muss der Fu\u00df nat\u00fcrlich auf einer Geraden in das Ziel gesto\u00dfen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Karate gibt es die Unterscheidung zwischen Kekomi und Keage nur bei zwei Fu\u00dftechniken, und zwar bei Mae Geri und Yoko Geri. Die anderen Fu\u00dftechniken lassen aufgrund ihrer Eigenart keine solche Differenzierung zu. Der wesentliche Unterschied bei der Ausf\u00fchrung von Kekomi und Keage liegt im unterschiedlichen Einsatz der H\u00fcfte. 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